Nahverkehrsstreik in Nürnberg und Augsburg unterbrochen

Nürnberg/Augsburg - Der Nahverkehrsstreik in Nürnberg, Augsburg, Fürth und Erlangen wird von Donnerstag an unterbrochen. Nach Angaben der DBB-Tarifunion setzen sich dann auch die Bus- und Bahnfahrer in den genannten Städten wieder ans Steuer.

"Wir bekunden damit erneut unsere Verhandlungsbereitschaft", sagte Verhandlungsführer Willi Russ am Mittwoch laut Mitteilung. "Wenn sich die Arbeitgeber allerdings nicht bewegen, werden wir unsere Streikstrategie an ihrem Verhalten ausrichten", sagte er stellvertretend für die Tarifunion und die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GdL).

An den Forderungen der Gewerkschaften habe sich nichts geändert. Der DBB und die GdL hatten zu den Streiks aufgerufen. Anders als die Gewerkschaft Verdi hatte sich der DBB zuvor nicht mit den Arbeitgebern auf einen Tarifvertrag geeinigt und die Verhandlungen für gescheitert erklärt. Der DBB vertritt bayernweit rund 1000 der 6500 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr.

Für diese Angestellten wird der mit Verdi erzielte Abschluss über 3,5 Prozent mehr Geld nicht gelten. Vor der Bekanntgabe der Streikunterbrechung hatten am Mittwoch erneut Bus- und Bahnfahrer die Arbeit niedergelegt - viele Fahrgäste in Augsburg und Nürnberg mussten erneut länger an den Haltestellen warten. In München wurde nicht gestreikt.

Die Verzögerungen in Franken und Schwaben waren aber eher gering - in Augsburg fielen am sechsten Streiktag einige Busse aus oder waren verspätet, die Trambahnen fuhren im 5- bis 7,5-Minuten-Takt, wie ein Sprecher der Stadtwerke Augsburg mitteilte.

In Nürnberg habe der ausgedünnte Fahrplan vor allem Schüler und Berufspendler getroffen, berichtete eine Sprecherin der dortigen Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG). "Zwei bis drei Züge waren richtig voll. Es kamen aber alle Fahrgäste mit", informierte sie. Straßenbahn verkehrten streikbedingt wie sonst am Sonntag. Auch das Busangebot sei ausgedünnt.

dpa

 

Rubriklistenbild: © dpa

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