Naturschützer gegen Schnellstraße um Würzburg

Würzburg/Nürnberg - Seit zwei Monaten läuft das Raumordnungsverfahren für eine umstrittene Schnellstraße nordwestlich von Würzburg. Sehr zum Ärger von Umweltschützern:

Der Bund Naturschutz mit Sitz in Nürnberg forderte die zuständige Planungsbehörde am Dienstag abermals auf, ein Gesamtkonzept für den Verkehr in der betroffenen Region von Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) bis Werneck (Landkreis Schweinfurt) zu entwickeln und das Projekt Schnellstraße fallen zu lassen.

Die Regierung von Unterfranken arbeitet derzeit an der groben Planung der Bundesstraße 26 neu (B26n). Dabei werden unter anderem öffentlichen Belange geprüft. Bis zum kommenden Freitag (15. April) können Betroffene ihre Einwendungen vortragen. Wie viele schon eingegangen sind, konnte ein Behördensprecher am Dienstag nicht sagen.

Gegen die B26n gibt es seit Jahren großen Protest von Bürgern und Naturschützern. Die 49 Kilometer lange Schnellstraße soll nach dem Willen der Planer zwei Fahrspuren je Richtung haben und westlich von Würzburg von der Autobahn 3 abzweigen. Von da an führt die Trasse über Karlstadt nach Werneck und damit zur A7. Die Baukosten wurden mit rund 500 Millionen Euro angegeben.

Der Bund Naturschutz will das Projekt aus mehreren Gründen verhindern: Prognosen zufolge werde es einen Bevölkerungsrückgang in der Region geben, eine Schnellstraße sichere keine Jobs, Naherholungsgebiete würden mit der Trasse zerschnitten und die Natur zerstört. Eine Bürgerinitiative gegen die B26n mahnte in der Vergangenheit, dass die Würzburger Innenstadt und die Autobahnen herum durch die B26n verkehrlich nicht entlastet würden.

dpa

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