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Ein Pfauenauge.

Naturschützer kritisieren Fehler bei Falter-Bekämpfung

Nürnberg - Der Bund Naturschutz (BN) wirft der Autobahndirektion Nordbayern vor, bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in den letzten Jahren Sicherheits- und Umweltvorschriften missachtet zu haben.

Wie der BN am Mittwoch in Nürnberg mitteilte, hätten Mitarbeiter der beauftragten Firmen den Randstreifen der Autobahn 3 bei Adelsdorf-Neuhaus nicht abgesperrt, nachdem sie ihn mit dem Insektizid Diflubenzuron besprühten. Das Mittel stehe aber im Verdacht, krebserregend zu sein.

Außerdem sei der besprühte Waldstreifen nicht wie vorgeschrieben für 48 Stunden gesperrt worden. Außerdem vermuten die Naturschützer, dass die Chemikalie in Gewässer gelangte, obwohl Diflubenzuron als hochgradig wassergefährdend gelte.

Der BN setzt sich schon länger für ein Verbot des Mittels ein. Es wird verwendet, um den Eichenprozessionsspinner, einen Falter, zu bekämpfen. Dieser verliert bei der Verpuppung feinste Härchen, die bei Menschen aufgrund eines hochallergenen Eiweißes unter anderem Hautrötungen und Juckreiz hervorrufen können. Der BN fordert ein Moratorium für den Einsatz von Diflubenzuron, da es Stoffe enthalte, die Krebs verursachen könnten und zahlreiche Tiere und Pflanzen bedrohten. In mindestens 26 fränkischen Kommunen wurde das Insektizid in den letzten Jahren eingesetzt.

dpa

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