Naturschützer wollen Vollausbau der A8 verhindern

Übersee - Bayerns Naturschützer wollen sich mit dem geplanten Vollausbau der Autobahn München-Salzburg (A8) zwischen Rosenheim und der Grenze zu Österreich nicht abfinden.

“Ein Ausbau auf sechs Spuren und zwei Standstreifen würde nur dazu führen, dass noch mehr Laster rollen und wertvolle Grünflächen asphaltiert werden“, sagte der Landesbeauftragte des Bundes Naturschutz in Bayern (BN), Richard Mergner, am Montag bei einer Protestaktion in Übersee (Landkreis Traunstein). Dabei wurden Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) 5400 Unterschriften gegen den Maximalsaubau der A8 übergeben.

Die Naturschützer plädieren für den Bau von je einem Standstreifen zu den bestehenden zwei Fahrspuren in jede Richtung. Außerdem wollen sie ein generelles Tempolimit von 120 Stundenkilometern zwischen Rosenheim und Landesgrenze sowie Lärmschutzmaßnahmen durchsetzen. Auch mit dieser Variante wäre nach Überzeugung Mergners eine Verkehrszuwachs von 20 Prozent auf der vielbefahrenen A8 möglich.

Die Naturschützer werfen Ramsauer vor, die Gemeinden in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land entlang der Autobahn mit Versprechungen für mehr Lärmschutz geködert zu haben. Sie wünschen sich jedoch auch von den Kommunalpolitikern eine Unterstützung ihrer Ausbauvorschläge mit nur vier Fahrspuren.

Neben den Unterschriften übergaben die nach BN-Angaben rund 100 Teilnehmer der Protestaktion Ramsauer auch ein symbolisches Stück Heimaterde in einem Glaskasten. “Das soll er sich in seinem Berliner Büro auf den Schreibtisch stellen und gut pflegen“, erläuterte Mergner. Der BN-Landesbeauftragte verwies auf die zahlreichen Appelle des Ministers zur Bewahrung der Heimat im Wahlkampf. Dem müssten nun Taten folgen. Ramsauer hat seinen Wahlkreis weitgehend in dem Ausbaugebiet der A8.

dpa

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