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Nazi-Vergangenheit: Wagner-Töchter wollen Aufarbeitung

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Die Festspielleiterinnen (v.l), Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der "Lohengrin"-Premiere am Sonntag.
Die Festspielleiterinnen (v.l), Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der "Lohengrin"-Premiere am Sonntag. © dpa

Bayreuth - Lückenlose Aufklärung: Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier unterstützen ein Projekt, das die NS-Vergangenheit der Wagner-Festspiele untersucht.

Die Verstrickung der Bayreuther Festspiele mit dem Nationalsozialismus soll jetzt von zwei unabhängigen Wissenschaftlern aufgearbeitet werden. Geleitet wird das Projekt von dem Historiker und Journalisten Peter Siebenmorgen und Professor Wolfram Pyta vom Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Universität Stuttgart. Die Finanzierung ist allerdings noch offen.

Am Rande der Eröffnung der 99. Richard-Wagner-Festspiele lobte Siebenmorgen die Offenheit und Konstruktivität, mit der die beiden Festspielleiterinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier die Aufarbeitung der Geschichte begleiteten.

“Wir legen großen Wert auf die Unabhängigkeit von den Festspielen; wir wollen jeden Arg vermeiden, wird würden am Gängelband hängen“, erklärte Siebenmorgen. Zunächst sollen die relativ weit verstreuten Materialien gesichtet werden. Ein Zeitlimit für das Projekt nannte Siebenmorgen nicht. Um die Arbeit transparent zu gestalten, soll die Öffentlichkeit regelmäßig informiert werden.

dpa

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