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Das Opfer: Edi Brozmann

Prozess: Nebenbuhler erstochen und im Inn versenkt

Traunstein - Ohne Geständnisse der drei Angeklagten hat am Montag vor dem Traunsteiner Landgericht der Prozess um den gewaltsamen Tod eines Mannes aus Altötting begonnen.

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Fall Brozmann geklärt

Rivale mit Stein im Inn versenkt

Die Männer im Alter zwischen 30 und 37 Jahren müssen sich wegen Totschlags bzw. Beihilfe zur Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Das Trio soll den 31-Jährigen im Dezember 2008 aus Eifersucht auf eine Frau erstochen und die Leiche dann - mit einem Stein beschwert - in Neuötting im Inn versenkt haben. Die drei Angeklagten schwiegen am ersten Prozesstag zu den Vorwürfen..

Die Angeklagten

Der mutmaßliche Haupttäter war längere Zeit mit der neuen Freundin des Opfers zusammen gewesen. Die neue Liebesbeziehung seiner "Ex" missfiel dem 37-Jährigen. Die Frage des Vorsitzenden Richters Karl Niedermeier, ob er eifersüchtig auf seine frühere Bekannte gewesen sei, verneinte der in Kasachstan geborene Deutsche allerdings.

Mit diesem Stein wurde Edi Brozmann im Inn versenkt.

Der gelernte Kranführer und Lkw-Fahrer schilderte, mit 28 Jahren nach Deutschland gekommen zu sein. Nach zwei Scheidungen habe er die Frau kennengelernt, mit der er eine gemeinsame Tochter hat. Doch auch diese Beziehung scheiterte. Die Frau zeigte den Ex-Freund vielmehr wegen Stalkings und Schlägen an und wandte sich dem späteren Opfer des ausgebildeten Boxtrainers zu. In der Nacht zum 14. November 2008 schlug der 37-Jährige den Nebenbuhler in dessen Wohnung in äußerst brutaler Weise zusammen. Die Tortur dauerte über zwei Stunden.

Zusammen mit seinen beiden Komplizen im Alter von 30 und 31 Jahren fuhr der geschmähte Liebhaber in der Nacht zum 8. Dezember 2008 dann erneut zur Wohnung des 31-Jährigen. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft brachte das Trio den wehrlosen Mann anschließend mit einem Auto an den Inn. Dort rammte der mutmaßliche Haupttäter dem Opfer ein Messer in die Brust. Der Mann verblutete. Anschließend fesselten die drei den Toten und warfen ihn mit einem Stein beschwert ins Wasser. Am 17. Januar wurde die Leiche im Inn gefunden.

Für den Prozess vor der 5. Strafkammer des Traunsteiner Landgerichts sind vier Verhandlungstage angesetzt. Es werden zahlreiche Zeugen und Sachverständige gehört. Das Urteil soll am 20. Oktober verkündet werden.

dpa

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