Schanna Nemzowa will trotz der Ermordung ihres Vaters zurück nach Russland.

Nach Mord an Kreml-Kritiker

Nemzows Tochter ist nach Oberbayern geflohen

München - Schanna Nemzowa, die Tochter des vor einer Woche in Moskau ermordeten Kreml-Kritikers Boris Nemzow, ist gemeinsam mit ihrer Mutter Raissa nach Oberbayern geflohen.

Im Haus von Alfred Koch, dem ehemaligen russischen Vize-Premierminister, der bereits vor längerer Zeit aus Angst um sein Leben Russland verlassen hat, fanden die Frauen Zuflucht. Dort hat sie sich Merkur-Mitarbeiter Boris Reitschuster mit Schanna und Raissa Nemzowa getroffen.

Schanna, das älteste von vier Kindern des getöteten Putin-Gegners, ist davon überzeugt, dass der Kreml hinter dem Mord an ihrem Vater steckt. Wer genau den Mord in Auftrag gegeben habe, könne sie aufgrund fehlender Fakten zwar nicht sagen, aber „dass dieser Mord mit Unterstützung der Machthaber begangen wurde und die Täter sicher waren, dass sie nicht bestraft werden“, stehe für sie fest. Schanna will dennoch nach Russland zurückkehren: „Ich habe keine Angst.“

Der russische Geheimdienst und die Polizei haben unterdessen fünf Verdächtige festgenommen. Einer soll seine Beteiligung an dem Mord gestanden haben. Die Verdächtigen kommen aus dem Nordkaukasus.

Den vollständigen Text lesen Sie in der Printausgabe des Münchner Merkur.

Bilder

Fotos von Schanna Nemzowa und ihrem Vater sind auf ihrer Facebookseite zu sehen.

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