Feuerwehreinsatz am HBF! Menschen mussten Bahnhof sofort verlassen

Feuerwehreinsatz am HBF! Menschen mussten Bahnhof sofort verlassen

Neonazis rekrutieren Nachwuchs in Schulen

Nürnberg - Auf viele Jugendliche haben Neonazis eine anziehende Wirkung. Lehrer und Rechtsextremismus-Experten fürchten den Einfluss der Glatzen, die vor Schulen ihre Musik verteilen und Nachwuchs werben.

Trotz verstärkter Bildungsanstrengungen bleiben Jugendliche im Freistaat anfällig für die Propaganda von Neonazis. Schüler würden entweder mit Flugblättern angeworben oder von Neonazis persönlich angesprochen, berichtete die Nürnberger Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair auf einer Tagung in Nürnberg. Unlängst habe der bayerische NPD-Chef Ralf Ollert sogar Schülervertretungen angeschrieben und sie mit ausländerfeindlichen Parolen konfrontiert.

Selbstbewusstes Auftreten von Neonazis fasziniert Jugendliche

Seien die Jugendlichen einmal mit rechtsextremem Gedankengut infiltriert, hätten Lehrer kaum noch Einfluss auf die Jugendlichen, berichten Pädagogen auf der Tagung. Nach Beobachtungen von Mair fasziniert anfällige Jugendliche vor allem das selbstbewusste Auftreten neonazistischer Gruppen. In einem geschlossenen Block grölend durch die Stadt zu ziehen, empfänden vor allem Jugendliche ohne Halt als wohltuendes Gemeinschaftserlebnis. Auch der von Neonazis propagierte Antikapitalismus gepaart mit vermeintlich sozialen Elementen ziehe Jugendliche an, berichtete Mair. Ein wichtige Rolle spiele aber auch die Musik. Inzwischen gebe es in Deutschland 700 rechtsextremistische Bands, berichtete Mair.

Parteien und Verbände am rechten Rand

Die Diplom-Sozialwirtin leitet das Nürnberger Rechtsextremismus-Projekt Tacheles. Nach ihren Informationen gliedert sich die bayerische Neonazi-Szene in zwei Blöcke: in die rechtsextremen Parteien NPD und DVU und in die vier sogenannten Kameradschaftsverbände: die Kameradschaft Nürnberg, die Kameradschaft Altmühltal, die Freien Nationalisten Erlangen-Höchstadt und das Freie Netz Süd.

Um die Polizei zu verwirren, trügen viele Neonazi-Gruppen bei öffentlichen Aufmärschen inzwischen schwarze Kleidung - und seien damit immer schwerer von den ebenfalls schwarz gekleideten linken Autonomen zu unterscheiden. Den Auftritten sollen Bürger in jeden Fall mit Protesten begegnen. Die Strategie des Wegschauens führe dazu, dass sich Neonazis im öffentlichen Raum noch stärker breitmachen könnten.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Stadionverbot missachtet - Knast! Dabei forderte sogar die Staatsanwältin Freispruch
Ein Fan von Regionalligist Wacker Burghausen muss für ein Jahr ins Gefängnis - ohne Bewährung. Der Richter blieb knallhart!
Stadionverbot missachtet - Knast! Dabei forderte sogar die Staatsanwältin Freispruch
Mofa begräbt Mann - gefangen im Hochwasser
Unter seinem Roller eingeklemmt ist ein Mann mehrere Stunden auf einer überfluteten Wiese gefangen gewesen. Die Polizei in Unterfranken befreite ihn stark unterkühlt am …
Mofa begräbt Mann - gefangen im Hochwasser
„Friederike“ in Bayern: Rollerfahrer im Hochwasser gefangen - Lebensgefahr
Sturmtief Friederike erreichte Bayern - genau zum Jahrestag von Orkan Kyrill aus dem Jahr 2007. In unserem Newsblog halten wir Sie auf dem Laufenden.
„Friederike“ in Bayern: Rollerfahrer im Hochwasser gefangen - Lebensgefahr
„Dich hätte der Baum erschlagen sollen!“ - Söllner antwortet auf bösartigen Todeswunsch
Auf Tour in Sachsen wurde Hans Söllners Van fast von Sturm „Friederike“ geschrottet. Im Netz sorgt das für gehässige Kommentare. 
„Dich hätte der Baum erschlagen sollen!“ - Söllner antwortet auf bösartigen Todeswunsch

Kommentare