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Gunter Demnig, hier in Budapest, zeigt einen Stolperstein. Der Künstler verlegte am Montag die ersten Steine in Neu-Ulm. Demning wurde bekannt durch das Projekt, das an die Vertreibung der Juden in der NS-Zeit erinnert.

Gunter Demnig in Neu-Ulm

„Stolpersteine“ erinnern an Holocaust-Opfer

Neu-Ulm - „Stolpersteine“ erinnern seit Montag in Neu-Ulm an Opfer des Nationalsozialismus. Der Künstler Gunter Demnig verlegte bereits die ersten zehn Steine - drei folgen noch.

Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte die ersten zehn kleinen Messingplatten an vier Orten in der Stadt. Die Steine mit Namen sowie Geburts- und Sterbedaten von Holocaust-Opfern sollen an Schicksale jüdischer Familien erinnern.

„Wir wissen von 13 Personen jüdischer Herkunft aus Neu-Ulm, die verschleppt oder deportiert wurden“, sagte Stadtsprecherin Sandra Lützel. Für zehn seien nun Steine verlegt worden, die restlichen drei Biographien würden noch recherchiert. In der Nachbarstadt Ulm in Baden-Württemberg schlug Demnig im Mai die ersten Stolpersteine in den Boden.

Die Steine erinnern in mehr als 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas an Opfer des Nationalsozialismus. Allerdings sind die Gedenksteine nicht überall willkommen - in München ist die Verlegung auf öffentlichem Grund bislang beispielsweise verboten.

dpa

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