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Die Stilikone der 50er Jahre Marylin Monroe ist zusammen mit einem Maschinengewehr auf einem Schulbus zu sehen und macht Werbung für ein Tattoo-Studio in Neu-Ulm. 

Marylin Monroe mit Maschinenpistole

"Gewaltverherrlichende Werbung" auf Schulbus

Neu-Ulm - In Neu-Ulm sorgt eine Schulbus-Werbung für Empörung. Der Grund: Man sieht darauf Marylin Monroe mit einer Maschinenpistole. Nun hat sich ein Bürger beschwert.

Die Beschwerde eines 54-jährigen Neu-Ulmers beschäftigt zur Zeit die Landratsämter gleich zweier Landkreise. Der Grund dafür: eine Schulbus-Werbung, auf der die Stilikone der 50er Jahre Marylin Monroe zusammen mit einer Maschinenpistole zu sehen ist und für ein Tattoo-Studio wirbt. In dem Beschwerdebrief des wütenden Neu-Ulmers heißt es: "Für mein Dafürhalten ist das eine ganz unglaubliche Aktion und es ist mir unerklärlich, wie so was nur über einen Tag hinweg von Eltern, Schülern, Lehrern und der Politik toleriert sein kann." Er empfinde die Werbung als gewaltverherrlichend und stört sich vor allem daran, dass in den Bus Schüler ein- und aussteigen.  

Der Geschäftsführer des Busunternehmens, Frank Zenker, gibt zu, dass auch er für einen Moment über die Werbung gestaunt hatte. Den ganzen Ärger um die Werbung kann er aber dennoch nicht verstehen und sagt laut Augsburger Allgemeinen: "Ich dachte zuerst, die Frau sei nur sehr spärlich bekleidet. Wenn es um das Thema Sex in der Werbung geht, bin ich sehr kritisch. Aber an der Waffe habe ich mich nicht gestört."

Der Besitzer des Tattoo- und Piercing-Studios 'Cosa Nostra', Pietro Castellano, schlägt in die selbe Kerbe und kann über die Diskussion um seine Werbung nur mit dem Kopf schütteln: "Den Aufkleber hat ein bekannter Designer aus München für uns gestaltet und er hat nicht im Geringsten etwas mit Gewaltverherrlichung zu tun."

Auch in Sachen Rechtslage gibt es für den Ulmer-Beschwerde-Bürger nur wenig Hoffnung, da es laut Landratsam keine gesetzliche Regelung gebe, die besagt, wie Werbung auf Bussen auszusehen habe. Weiter heißt es, dass noch nicht mal eine rechtliche Grundlage bestehe, mit der es möglich sei, die Werbung zu verbieten. Zudem ist in den vergangenen eineinhalb Jahren - so lange ziert die umstrittene Monroe-Werbung schon den Bus - keine einzige Beschwerde eingegangen. 

Der Werbevertrag zwischen Busunternehmen und Tattoo-Studio läuft übrigens noch eineinhalb Jahre. Erst dann sei man bereit, an dem Design der Werbung was zu ändern.

pk

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