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Hans Well ist jetzt ohne Brüder unterwegs.

Neuanfang: Einfach Well

München - Alles auf Anfang: Acht Menschen und erzählen zu Ostern von ihrer "Auferstehung". Wie Hans Well: Der "Biermösl"-Texter greift jetzt ohne seine Brüder an.

Er ist wieder auf der Jagd. Deshalb ist Hans Well äußerlich ruhig – das zeichnet einen guten Jäger aus. Entspannt lehnt sich der 58-Jährige in seinem Stuhl zurück. Aber innerlich brodelt es in ihm. Bayerns Landschaft zersiedelt, das achtjährige Gymnasium dilettantisch umgesetzt. Wenn Well eine Fährte aufgenommen hat, ist er kaum zu bremsen. Als durch und durch politisierter Bürger kann er Missstände nicht lautlos hinnehmen.

Ewig kämpfte er mit seinen Brüdern in der Kultband „Biermösl Blosn“ gegen die Mächtigen des Freistaats. Nach 35 Jahren hatte er Angst, „zum eigenen Klischee zu werden“. Während seine Brüder Bewährtes beibehalten wollten, ist Hans Wells Bühnenrezept stetige Erneuerung. Darüber zerbrach die Volksmusikgruppe. Well will dem Zeitgeist „nicht hinterherhecheln“, sondern ein schnelles Programm auf die Bühne bringen. Mit seiner neuen Band stimmte er ein „Wulffsgeheul“ an und rief den Kritikern des Altbundespräsidenten hinterher: „Lebt’s wohl, ihr Drecksbagage!“ Wells Waffe sind seine Worte.

Es macht ihm Freude, mit seinen Texten wieder auf der Höhe der Zeit zu sein. Aber er ist kein Scharfmacher. Er will sein Publikum zum Nachdenken bringen – und mit bewährter Volksmusik unterhalten. Dieser Mix zeichnete die Biermösl Blosn stets aus. Hans Well bleibt sich treu.

Lukas Fuhr und Tobias Hasenberg

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