Sanierung unwirtschaftlich

Neubau des Klinikums Rosenheim geplant

Rosenheim - Auf das Klinikum Rosenheim kommen Mehrausgaben in Millionenhöhe zu: statt einer Sanierung haben Gutachter nun einen Neubau von Teilen des maroden Krankenhauses empfohlen.

Da die geplante Sanierung eines Bettenhauses statt der geplanten 15 Millionen rund 23 Millionen verschlingen würde, hat die Krankenhausverwaltung einen Neubau empfohlen, sagte Christian Mauritz, der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende des Klinikums. Insgesamt werde das Bauvorhaben geschätzte rund 100 Millionen Euro verschlingen.

“Der Verwaltungsrat war schockiert über die Situation, dass sich eine Sanierung des Gebäudes als unwirtschaftlich darstellt“, sagte Mauritz mit Blick auf das Gutachten. Da sich die Kosten für eine Sanierung mit denen eines Neubaus die Waage hielten, sei ein Neubau wegen der strukturellen Vorteile jedoch vorzuziehen. Derzeit müssten Patienten etwa auf dem Weg in den OP durch weitere Betten-Stationen geschoben werden, da das Funktionsgebäude samt Operationssälen und Laboren nicht zentral liege.

Die Kosten für die Renovierung des städtischen Krankenhauses sollte nach Angaben von Mauritz ursprünglich zu 90 Prozent der Freistaat und zu zehn Prozent die Stadt tragen. Derzeit bereite das Krankenhaus einen detaillierten Bericht für das Sozialministerium vor, der bis Ende des Jahres abgeschlossen werden soll. Sollte der Freistaat zustimmen, könnte in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres mit dem Abriss eines der Bettenhäuser begonnen werden. Insgesamt würden die Arbeiten nach Einschätzung von Mauritz zehn bis zwölf Jahre dauern.

Die sechs Häuser des städtischen Klinikums mit insgesamt 640 Betten und rund 1300 Mitarbeitern wurden größtenteils in den 60er Jahren gebaut. Nach den jüngsten Kernbohrungen und Prüfungen des Mauerwerks kam zutage, dass beide Bettenhäuser erhebliche statische Probleme aufweisen. Die neue Kostenschätzung wurde bereits am vergangenen Mittwoch in einer nicht öffentlichen Sitzung des Verwaltungsrates vorgestellt und erst jetzt öffentlich gemacht.

dpa

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