Modellprojekt: Ambulanz für potenzielle Straftäter

Ansbach - Menschen schon im Voraus davon abzuhalten, Straftaten zu begehen - das ist das Ziel eines neuen psychiatrischen Modellprojekts am Klinikum Ansbach. Am Mittwoch soll die Arbeit beginnen.

Zielgruppe seien sogenannte Risikopatienten, bei denen aufgrund ihres Krankheitsbildes etwa das Risiko bestehe, dass sie zum Sexualstraftäter werden, teilte das Bezirksklinikum am Montag in Ansbach mit. Die neu aufgebaute Präventionsambulanz sei in der Lage, in Therapiegesprächen individuell auf die Probleme der Patienten einzugehen. Zielgruppe seien vor allem Patienten, die an einer Schizophrenie litten. Die Ambulanz soll an diesem Mittwoch ihre Arbeit aufnehmen.

Finanziert wird das nach Klinik-Angaben bundesweit einzigartige Projekt vom bayerischen Sozialministerium. Begleitet wird es von Wissenschaftlern; sie wollen herausfinden, ob sich mit der vorbeugenden Behandlung etwa von potenziellen Sexualstraftätern die Neigung zu Straftaten verringern lässt. Der Chefarzt der Klinik für Forensische Psychiatrie am Bezirksklinikum Ansbach, Joachim Nitschke, hofft, dass die Straftäter-Vorbeugung nach dem Ende des vierjährigen Pilotprojekts zur Dauereinrichtung wird.

dpa

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