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In Neu-Ulm erbeuteten die Täter 500 Euro.

Neue Betrugsmasche an Geldautomaten

Günzburg/Neu-Ulm - Kriminelle haben eine neue Maschen für den Betrug an Geldautomaten entdeckt. Sie setzen darauf, dass die Kunden an eine Störung glauben und die Filiale verlassen. Zwei Ungarn sitzen in U-Haft.

Mit einer neuen Methode haben Diebe in Günzburg und Neu-Ulm Kunden an Bankautomaten um ihr Geld gebracht. Wie die Polizei in Kempten am Mittwoch mitteilte, installierten die Gauner eine Vorrichtung am Ausgabeschacht der Geldautomaten, die die Geldscheine abfing. Die Bankkunden vermuteten einen technischen Defekt und verließen die Bank ohne Geld. Danach entnahmen die Täter die Scheine und die Vorrichtung. Sie erbeuteten in Günzburg aber nur 200 Euro, in Neu-Ulm 500 Euro.

Bei einer Verkehrskontrolle nahe Nürnberg nahm die Polizei zwei Ungarn fest, die vermutlich den Automaten in Neu-Ulm und andere in Stuttgart manipuliert haben. Sie sitzen nun in Untersuchungshaft. Im Günzburger Fall dauern die Ermittlungen noch an.

Diese Art der Geldautomaten-Manipulation ist relativ neu: Erst Ende vergangenen Jahres sei sie in Bayern vermehrt vorgekommen, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA). Dabei werde das Geldausgabefach mit einer Metallblende blockiert, die oft so aussieht, als gehöre sie zum Automaten. Menschen, denen das beim Geldabheben passiert, empfiehlt der LKA-Sprecher, auf keinen Fall vom Automaten wegzugehen, da sonst die Täter an ihre Beute kommen. Stattdessen sollten sie die Bankangestellten verständigen oder - nach Schalterschluss - die Polizei.

dpa/lby

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