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Die Waffe der Marke Tokarev

Neue Erkenntnisse im Augsburger Polizistenmord

München - Eineinhalb Monate nach dem Polizistenmord von Augsburg zeigt die Soko Spickel neue Indizien vom Tatort – darunter eine Pistole. Führen diese endlich zu den Mördern?

Es war am 28. Oktober. Im Siebentischwald in Augsburg wird der Polizist Mathias Vieth von unbekannten Gangstern erschossen. Gut eineinhalb Monate versucht die Polizei die brutalen Killer zu finden. Ohne Ergebnis. Jetzt zeigt die Soko Spickel erstmals neue Indizien vom Tatort – darunter eine Pistole. Führen diese endlich zu den Mördern?

Zur Erinnerung: Der 41-jährige Mathias Vieth hatte an jenem Tag mit seiner Kollegin zwei Männer beobachtet, die sich verdächtig verhielten. Sie wollten die Unbekannten kontrollieren, doch diese flüchteten. Vieth und seine Kollegin nahmen die Verfolgung auf. An einem Waldweg kam es dann zu einer Schießerei. Eine Kugel traf den zweifachen Familienvater in den Hals. Er starb noch am Tatort. Seine Kollegin überlebte. Die unbekannten Täter flüchteten.

Polizistenmord in Augsburg: Berührende Bilder der Trauerfeier

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Die Waffe der Marke Tokarev Am Tatort wurden auch eine Flasche Feinmechaniker-Öl gefunden

Unter Hochdruck durchsuchte die Polizei tagelang die Region rund um den Tatort. Hierbei fanden Beamte eine Pistole der russischen Marke Tokarev, von der sie jetzt ein Bild zur Veröffentlichung freigegeben haben. Wichtig: „Es handelt sich hier um eine ursprünglich unbrauchbar gemachte Waffe, die wieder funktionsfähig gemacht wurde“, so ein Polizeisprecher. „Aus dieser Waffe wurde nicht geschossen.“ Heißt im Klartext: Es ist nicht die Tatwaffe. Dennoch: Die Pistole könnte den Tätern gehört haben, und sie ist nicht das einzige neue Indiz im Fall des Todes von Mathias Vieth.

Zudem wurde in dem Waldstück eine 100-Milliliter-Flasche mit Feinmechaniker-Öl sichergestellt. „Es handelt sich hier um Massenware, die überwiegend über Baumärkte vertrieben wird“, so die Polizei. Warfen die Killer das Fläschchen auf der Flucht vielleicht weg?

Der Wechselschraubenzieher der Marke Felo - diesen benutzten die Killer, um das gestohlene Motorrad der Marke Honda kurzzuschließen. Wer hat die Gegenstände schon einmal irgendwo gesehen? Die Polizei hofft nun, durch Hinweise die Mörder endlich zu finden

Und: Im Zündschloss des gestohlenen Motorrades, das die Täter auf ihrer Flucht am Tatort zurückließen, fanden die Beamten einen zweiteiligen Wechselschraubenzieher der Marke Felo (siehe oben rechts). Mit diesem wurde das gestohlene Motorrad kurzgeschlossen. Die Polizei fragt nun: Wer hat diese Gegenstände vor der Tat gesehen? Oder wer kennt jemanden, der die Gegenstände in seinem Besitz hatte? Hinweise bitte an die Info-Hotline der Soko Spickel unter der Telefonnummer 0821/3 23 30 30. „Wir hoffen so, den Tätern endlich auf die Spur zu kommen.“

Polizistenmord in Augsburg

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Fakt ist: Seit gut sieben Wochen tappt die Polizei im Fall Mathias Vieth völlig im Dunkeln. Und das, obwohl die Mörder am Tatort ihr Motorrad der Marke Honda zurückließen. Dann mussten sie zu Fuß durch das Waldgebiet flüchten. Bislang gingen knapp 700 Hinweise bei der Soko ein, 34 Beamte kümmern sich um den Fall. Die heiße Spur war aber offensichtlich noch nicht dabei.

Wohl auch aus diesem Grund hat die Polizei die ausgelobte Belohnung für Hinweise, die zu den Tätern führen, noch einmal kräftig erhöht – auf 100 000 Euro.

tz

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