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2017 soll der ICE auf der neu gebauten Strecke fahren.

Neue ICE-Strecke Nürnberg-Berlin im Zeitplan

München - Die Bahn in Feierlaune: Beim Aus- und Neubau der ICE-Strecke zwischen Nürnberg und Berlin liegt das Unternehmen im Zeitplan. Kritik kommt allerdings aus dem Münchner Verkehrsministerium.

Die Bahn kommt mit den Arbeiten an der neuen ICE-Strecke Nürnberg-Berlin nach eigenen Angaben zügig voran. “Wir sind voll im Zeitplan, 2017 kann der erste ICE nach Berlin fahren“, sagte der bayerische Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Klaus-Dieter Josel, am Mittwoch nahe Grub am Forst (Landkreis Coburg). Dort feierten die Projektverantwortlichen den Durchschlag des 1073 Meter langen Tunnels Rennberg. Kritische Töne kamen aus dem bayerischen Verkehrsministerium: Minister Martin Zeil (FDP) fürchtet, dass Bahn und Bund die Region nicht gut genug an die neue ICE-Strecke anbinden.

“Es muss gewährleistet werden, dass die Region von der Strecke profitiert und nicht nur die Belastungen durch den Bau zu tragen hat. Der Bund darf beim Infrastrukturausbau im Raum Coburg nicht auf halbem Wege Halt machen“, teilte Zeil mit. “Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass der Bund in vielen Punkten nur eine minimalistische Planung umsetzen will. Das wird nicht ausreichen, um die zukünftigen Zugverbindungen auf qualitativ hochwertigem Niveau und flexibel anbieten zu können.“

Zwischen Ebensfeld (Landkreis Lichtenfels) und Leipzig/Halle wird die Trasse komplett neu gebaut - 25 neue Tunnel wurden allein auf der neu gebauten Trasse zwischen Ebensfeld (Landkreis Lichtenfels) und Leipzig/Halle geplant. 23 Tunnel seien bereits durchschlagen, zwei werden noch in diesem Jahr folgen, sagte Josel. Der Durchschlag bedeutet das Ende der bergmännischen Arbeiten. Dann beginnen die Rohbauarbeiten.

änk ju weri matsch, Deutsche Bahn!

Zehn Milliarden Euro kostet das Mammutprojekt, zwischen Nürnberg und Berlin die Hochgeschwindigkeitsstrecke auszubauen und abschnittsweise sogar neu zu bauen. Die Fahrzeit im ICE zwischen München und Berlin soll sich dann nach Fertigstellung von sechs auf vier Stunden reduzieren.

Zur Frage, wie die Stadt Coburg an die neue ICE-Verbindung angeschlossen werden konnte, sagte Josel, man diskutiere derzeit darüber. “Wir sind im Dialog mit der Region.“ Die neue Strecke verläuft nicht direkt durch Coburg, es ist eine eigene Anbindung nötig. Bislang ist vorgesehen, dass die Züge an den sogenannten “Tagesrandzeiten“ - also morgens und abends - die Stadt ansteuern. Da sei das letzte Wort aber noch nicht gesprochen, sagte Coburgs Oberbürgermeister Norberg Kastner (SPD): “Wir werden dafür kämpfen, dass wir mehr Halte bekommen.“

dpa

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