Ermittler am Tatort in Regensburg.

Neue Stellungnahme zu Regensburger Todesschüssen

Regensburg - Im Fall der Polizeischüsse auf den Regensburger Studenten Tennessee Eisenberg gibt es eine neue Stellungnahme des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA).

Damit reagiert das LKA auf ein Privatgutachten, das die Angehörigen des erschossenen 24-Jährigen in Auftrag gegeben hatten. Die Regensburger Staatsanwaltschaft bestätigte am Dienstag Medienberichte, dass die LKA-Stellungnahme vorliege. "Zum Inhalt sage ich aber erst etwas, wenn wir die Ermittlungen abgeschlossen haben", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Günther Ruckdäschel. Dies könne noch einige Wochen dauern.

Eisenberg hatte Ende April einen Mitbewohner mit einem Messer bedroht und war bei dem anschließenden Polizeieinsatz von einem Dutzend Kugeln getroffen worden, er starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Nachdem die Ermittler zunächst die Todesschüsse als sogenannte Nothilfe gerechtfertigt haben, gibt es mittlerweile erhebliche Zweifel an dieser Version. Laut dem Gutachten, das das Rechtsmedizinische Institut der Universität Münster für die Hinterbliebenen erstellt hat, wäre der Tod des Studenten vermutlich vermeidbar gewesen. Der rätselhafte Fall hat auch bereits den Landtag in München beschäftigt.

Die Anwälte der Familie wollten zunächst ebenfalls inhaltlich nichts zu der neuen LKA-Stellungnahme sagen. Das Schreiben müsse erst einmal ausgewertet werden, sagte der Regensburger Rechtsanwalt Thomas Tesseraux. Voraussichtlich noch in dieser Woche werde es aber eine Erklärung der Anwälte zu den LKA-Aussagen gaben, kündigte er an.

dpa

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