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So demonstrierten am Dienstag Erzieherinnen in Hamburg für bessere Bezahlung. Bayerns kommunale Kindertagesstätten werden am Mittwoch bestreikt. 

400 Einrichtungen betroffen

Neue Warnstreik-Runde in bayerischen Kitas

München - Die Gewerkschaften Verdi und GEW rufen am Mittwoch zur zweiten Warnstreikrunde in kommunalen Kindertagesstätten auf. Schwerpunkte sollen München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg sein.

Anlass ist die nächste Tarifverhandlungsrunde am Donnerstag in Düsseldorf. Bestreikt werden bayernweit voraussichtlich etwa 400 Einrichtungen, sagte der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter Norbert Flach. Gestreikt werde auch in etwa 10 bis 15 Einrichtungen der Lebenshilfe, die sich um Behinderte kümmern.

Die Gewerkschaften fordern eine Besserstellung der generell eher niedrig bezahlten Berufe in den Kindertagesstätten. Eine Kinderpflegerin mit staatlicher Anerkennung ist laut Verdi in die Gruppe S3 eingeordnet und bekommt 2433 Euro brutto.

Sozialministerin Emilia Müller (CSU) hat Verständnis für das Anliegen: „Wer sich jeden Tag um unsere Kleinsten kümmert, trägt eine enorme Verantwortung“, sagte sie. Erzieherinnen leisteten täglich einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unserer Gesellschaft. „Insbesondere bei der Bezahlung besteht Nachholbedarf.“

In München ist für den Vormittag eine kleinere Protestkundgebung in der Innenstadt geplant. Zum Streik aufgerufen sind nur die Mitarbeiterinnen in kommunalen Einrichtungen. Nicht bestreikt werden die Kitas der Wohlfahrtsverbände und der freien Träger. Bei der ersten Warnstreikrunde im März waren mehrere hundert Kitas geschlossen geblieben.

dpa

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