Ein neuer Bruno? Bär im Grenzgebiet gesichtet

Landeck - 2006 hielt Bruno die Bayern in Atem. Jetzt wurde in Österreich ein Bär gesichtet, der scheinbar in Richtung Bayern unterwegs ist. Er soll sogar einen Grünen-Politiker das Fürchten gelehrt haben.

Können Sie sich noch an Bruno erinnern? Klar, den „Schadbär“, der im Jahre 2006 für mächtig Wirbel im Freistaat sorgte – bis zu seinem Abschuss. Nun könnte es bald den nächsten Meister Petz bei uns geben. Denn: In Österreich – genau gesagt nördlich von Landeck – wurde nun wieder ein Bär gesichtet. Und: Das Tier tappst seelenruhig Richtung Norden.

Ein Bär – bald bei Neuschwanstein? Oder will er doch wieder rund um die Zugspitze sein Revier einrichten? Bei dem Tier könnte es sich um „M13“ (einen Verwandten Brunos) handeln, der schon seit vielen Monaten in Österreich herumstreunt und wenig Scheu vor Menschen zeigt.

Unser Braunbär Bruno

Unser Braunbär Bruno

Der Bär bei Landeck machte auf jeden Fall deutlich auf sich aufmerksam: Mitten in der Nacht hatte ein Pistenraupenfahrer vor einigen Tagen das wilde Tier beobachtet. Bei einem nahe gelegenen Forstweg habe der Bär dann einen Motorschlitten beschädigt und die Sitzfläche demoliert, berichtet die österreichische Polizei. Ein paar Tage später will den haarigen Vierbeiner ein weiterer Zeuge noch etwas nördlicher gesehen haben. Da spazierte er gerade über eine Wiese.

Es könnte sich auch um den selben Bären handeln, der an Ostern einen deutschen Grünen-Politiker beim Spaziergang erschreckte. Wie die schweizer Zeitung blick berichtet, gehörten der Tübinger Verkehrsplaner Gerd Hickmann (47) und seine Familie am Samstag zu den ersten Menschen, die dem Bären mit dem Codenamen M 13 in der Schweiz begegneten. Der zwölfjährige Sohn der Baden-Württemberger Familie habe den Petz bei einem Spaziergang in der Nähe von Scuol entdeckt. “Mist. Ein Bär, sagte mein Bub zu mir“, zitierte die Zeitung Hickmann. “Das Tier stand mitten auf der Straße, etwa 50 Meter entfernt“, sagte der Lokalpolitiker.

Im Unterschied zu anderen Artgenossen flieht M13 nicht vor Menschen. Angesichts dieses Verhaltens war der Bär im vergangenen Jahr in Ulten auch von der Landesjagdbehörde eingefangen und mit einem Senderhalsband ausgerüstet worden.

Mit diesem GPS-Gerät konnte dann festgestellt werden, dass sich M13 meist in Südtirol aufhielt, hin und wieder einen Abstecher in den Norden machte. Dann aber schaffte er es, sein Halsband abzustreifen. Schluss war’s mit der Überwachung. Vielleicht setzt er sich ja jetzt über die Grenze ab …

tz/dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Archivbild)

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