Kripo in Sorge: Frauen betäubt und vergewaltigt

Bad Reichenhall - Eine neue Droge beunruhigt die Menschen in Bad Reichenhall. Unter dem Einfluss der Chemikalie „GBL“ wurde ein Mädchen vermutlich vergewaltigt, ein anderes lag zwischenzeitlich im Koma.

Große Sorgen bereiten der Kripo Traunstein mehrere Vorfälle in Bad Reichenhall, bei denen offensichtlich die Industriechemikalie GBL verwendet wurde. Zweimal wurden junge Frauen durch den Konsum dieses Produktes in einen teilweise lebensbedrohlichen Koma-Zustand versetzt. Die Beamten warnen  nun eindringlich vor dem Trinken dieser gefährlichen Chemikalie.   

Bei „GBL“ handelt es sich um eine Industriechemikalie namens Gamma-Butyrolacton, das als Lösungs- oder Reinigungsmittel gehandelt wird. Die Abgabe und der Verkauf von GBL wird bei missbräuchlicher Nutzung als Droge strafrechtlich verfolgt. Es wird auch als sogenannte „KO-Tropfen“ verwendet. Der menschliche Körper kann diese Substanz in „GHB“ umwandeln, das besser als „Liquid Ecstasy“ bekannt ist.

Eine 16-jährige Einheimische zeigte kürzlich bei der Kripo an, dass sie vermutlich letzte Nacht vergewaltigt worden sei. Sie habe am 28.08.2009 kurz nach Mitternacht ein Lokal in der Innenstadt von Bad Reichenhall verlassen, um nach Hause zu gehen. Dabei traf sie einen Bekannten, mit dem sie sich auf einer Parkbank in einer Grünanlage setzte. Der 25-Jährige bot der jungen Frau ein von ihm gemixtes Getränk mit drogenähnlicher Wirkung an. An mehr konnte sie sich nicht erinnern.

Erst kurz nach 6 Uhr erwachte sie mit Verletzungen am Körper. Bei der ärztlichen Untersuchung erhärtete sich der Verdacht eines sexuellen Übergriffs auf die Geschädigte.  

Wiederum bei der Polizei in Bad Reichenhall erschien am 30.08.2009 die Mutter einer 17-jährigen Einheimischen und berichtete über folgenden Vorfall: Die Tochter hielt sich zusammen mit einer Freundin in der vergangenen Nacht am Rathausplatz der Stadt auf. Dort erhielt sie offensichtlich von dem gleichen Mann die Droge „Liquid Ecstasy“ (GBH) zum Probieren. Für sie war es angeblich das erste Mal. Der 25-Jährige half ihr noch beim Mixen. Daraufhin fiel sie in einen lebensbedrohlichen Zustand, der Notarzt wurde alarmiert.  Die Patientin musste zweimal reanimiert werden. Sie hatte eine nahezu tödliche Dosis konsumiert. Die Kriminalpolizei Traunstein ermittelt.

mm

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