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DVB-T2 HD bietet ein besseres Bild und mehr Programme.

Aber Einige müssen weiter warten

Neues digitales Antennenfernsehen DVB-T2 wird in Bayern ausgeweitet

Nachdem im Frühjahr dieses Jahres die Ballungszentren des Freistaats auf den neuen digitalen Standard beim Antennenfernsehen umgestellt wurden, sind nun die sogenannten Mittelzentren dran. Weniger dicht besiedelte Regionen müssen indes weiter warten.

Würzburg - Unterfranken, die noch über DVB-T Fernsehen schauen, sehen ab dem 8. November nur noch ein schwarzes Bild. Dann nämlich wird auch die Region in Nordbayern auf den neuen Übertragungsstandard DVB-T2 HD umgestellt. Mit Full HD bietet er eine bessere, hochaufgelöste Bildqualität und mehr Fernsehprogramme. Es ist eine Initiative unter anderem von ARD, ZDF, den Medienanstalten und privaten Sendern.

Bereits im Frühjahr war das neue digitale Antennenfernsehen in den Ballungszentren München und Nürnberg sowie in Teilen Südbayerns und Mittelfrankens eingeführt worden. Nun ist mit den sogenannten Mittelzentren deutschlandweit die zweite Stufe dran. In Bayern betrifft das vor allem Unterfranken.

Mit der Einführung am 8. November bleiben dennoch weiter weiße Flecken auf der DVB-T2-Landkarte - vor allem in Oberfranken, der Oberpfalz, Niederbayern und Schwaben. Dort bleibt DVB-T bis auf Weiteres erhalten. Denn die dritte Ausbaustufe in den weniger besiedelten Regionen ist erst für Herbst 2018 geplant. Zuvor sind im Frühjahr 2018 noch die Regionen um Augsburg, Ingolstadt und Bad Reichenhall dran. Ende 2018 sollen alle Bayern DVB-T2 empfangen können, wie eine Sprecherin von ARD Digital sagte.

Neuer Fernseher oder neuer Receiver nötig

Die Umstellung bedeutet allerdings nicht, dass alle DVB-T2-Nutzer damit automatisch auch private Sender empfangen können. Denn lediglich in den Ballungszentren sind rund 40 öffentlich-rechtliche und private Programme im Angebot. Im nun neu hinzugekommenen DVB-T2-Empfangsgebiet in Unterfranken sehen die Nutzer dagegen nur 14 bis 17 öffentlich-rechtliche Sender.

Wer das neue DVB-T2 in hochauflösender Qualität (Full HD) empfangen will, braucht entweder einen neuen Receiver oder einen neuen Fernseher mit entsprechend integrierter Technik. Der Empfang der öffentlich-rechtlichen Sender bleibt dank des Rundfunkbeitrags kostenlos. Wer auf private Sender nicht verzichten will, falls er sie in seiner Region empfangen kann, muss zudem eine Jahresgebühr von 69 Euro zahlen.

In Deutschland nutzen laut dem Digitalisierungsbericht 2017 der Medienanstalten 45,9 Prozent der Haushalte Kabel zur Übertragung der Fernsehprogramme. 45,7 Prozent setzen auf Satellitenfernsehen, nur 7,4 Prozent empfangen DVB-T beziehungsweise DVB-T2 und 6,9 Prozent nutzen Internetfernsehen IPTV von Telekommunikationsanbietern. Manche der Fernsehzuschauer nutzen mehrere Angebote parallel.

dpa

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