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Die Bergsteiger und ihre Retter.

Neun Bergsteiger am Watzmann gerettet

Ramsau - Mit zwei Hubschraubern hat die Bergwacht neun erschöpfte Bergsteiger aus Bochum am Watzmann aus Bergnot gerettet.

Die Bergsteiger und ihre Retter.

Die neun Mitglieder eines Sportvereins hatten sich am Montag gleich zu Beginn ihrer Tourenwoche die anspruchsvolle Überschreitung des Watzmann vorgenommen, wie das Bayerische Rote Kreuz am Dienstag mitteilte. Die Gruppe sei anfangs gut vorangekommen und habe am Nachmittag die 2712 Meter hohe Südspitze erreicht. Der weitere Abstieg habe sich aber schwieriger gestaltet als erwartet. Einige Gruppenmitglieder seien offensichtlich den Anforderungen nicht gewachsen gewesen und nur sehr langsam vorwärtsgekommen. Allein für ein Teilstück von etwa 400 Höhenmetern brauchten sie mehrere Stunden.

Als am Abend ein Gewitter aufzog und sich die Lage zuspitzte, setzten die Bergsteiger gegen 22.00 Uhr einen Notruf ab. Der Bergwacht-Einsatzleiter forderte zwei Hubschrauber an; gleichzeitig fuhren mehrere Bergwachtler mit Motorrädern ins Wimbachgries, um in Richtung Südspitze aufzusteigen. Trotz Dunkelheit konnten die Piloten der Hubschrauber mit Hilfe der Bergretter die Bochumer in rund 2200 Metern Höhe rasch finden. Nach und nach konnten die Bergsteiger im Schwebeflug in die Maschinen genommen und sicher ins Tal zu ihrem eigentlichen Ziel, der Wimbachgrieshütte, gebracht werden. "Wir richteten einen perfekten Shuttledienst ein, mit dem die unverletzten aber geschwächten Frauen und Männer ausgeflogen wurden", berichtete Bergwacht-Bereitschaftsleiter Rudolf Fendt laut Mitteilung.

Die Watzmann-Überschreitung gilt für Trainierte als lange Tagestour, weniger Untrainierte müssen auch zwei Tage einplanen. "Es ist schon ein ganz schöner Kraftmarsch", sagte BRK-Sprecher Markus Leitner. "Und der Berg ist immer unberechenbar."

dpa

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