Renault kollidiert mit Rettungsfahrzeug: Ein Mensch lebensgefährlich verletzt

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Tödliches Risiko: Seit Weihnachten ist die Lawinengefahr in den südlichen Alpen noch einmal gestiegen.

Neun Lawinentote: Warnung an Bayerns Wintersportler

München - Die Lawinengefahr in den südlichen Alpen ist deutlich gestiegen. Experten mahnen vor allem Winterurlauber, die in Österreich oder Norditalien unterwegs sind, zur Vorsicht.

Neun Menschen sind hier in den vergangenen Tagen unter Lawinen begraben worden.

Mit roter Farbe hat der Lawinenwarndienst in Südtirol seine Skigebiete eingefärbt: es herrscht Gefahrstufe 4 von 5. Grund dafür ist starker Regen, der die Schneedecke durchfeuchtet und instabil gemacht hat.

In diesem gefährlichen Gelände sind ein Snowboardfahrer (14) aus Deutschland und seine beiden Freunde, die in Sulden abseits der Pisten unterwegs waren, am Samstag in eine Lawine geraten. Die Freunde des 14-Jährigen konnten lebend geborgen werden, für ihn selbst jedoch kam jede Hilfe zu spät.

„Erhebliche Lawinengefahr“ herrscht auch in den Tiroler Alpen in Österreich. Im Pitztal wurde ein vermisstes deutsches Paar geborgen, das von einer Lawine verschüttet worden war. „Oberhalb der 2000-Meter-Grenze kann eine Lawine schon durch das Gewicht eines einzelnen Wintersportlers ausgelöst werden“, sagt Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndienstes in Tirol. Durch starken Nordwest-Wind wurde in höheren Lagen frischer Schnee auf die vereiste Altschneedecke geweht. Die Verbindung der Schneeschichten ist meist sehr schlecht, was die Gefahr von Lawinenabgängen zusätzlich erhöht.

Die Tiroler Bergwacht warnt davor, sich außerhalb der gesicherten Pisten zu bewegen. Ohne entsprechende Ausrüstung und langjährige Erfahrung wird der Ausflug in den Tiefschnee schnell zum tödlichen Risiko.

Doch selbst erfahrene Skifahrer sind vor der weißen Gefahr nicht gefeit. Ein besonders tragisches Unglück ereignete sich am Pordoijoch im Trentino: Bei der Suche nach zwei vermissten Touristen wurden sieben Bergretter von einer Lawine erfasst und mitgerissen. Einer von ihnen konnte sich befreien und Alarm schlagen. Mit 200 Rettungskräften wurde daraufhin das Gebiet abgesucht. Zwei Kollegen wurden rechtzeitig geborgen, für vier weitere jedoch kam jede Hilfe zu spät. Die beiden vermissten Urlauber aus Udine, die ebenfalls von einer Lawine verschüttet worden waren, wurden am nächsten Morgen tot aufgefunden.

Die Bergwacht in Bayern verfolgt die Lawinenunfälle im benachbarten Alpenraum mit großer Sorge. In den hiesigen Skigebieten hat es bislang zwar wenig geschneit, die Lawinengefahr ist gering. Ruhig sind die Bergwachtler aber trotzdem nicht: „Diesen Winter hatten wir in den bayerischen Alpen zwar noch keinen Lawinenunfall, doch sobald es richtig anfängt zu schneien, steigt die Gefahr auch bei uns“, sagt Benno Hansbauer, Geschäftsführer der Bergwacht Hochland in Garmisch-Partenkirchen. Zumindest während der Weihnachtsferien wird in Bayern jedoch kein starker Schneefall mehr erwartet. Umso wichtiger, dass die bayerischen Wintersportler, die nach Italien oder ins benachbarte Österreich ausweichen, vor der Lawinengefahr gewarnt sind.

Sophia Heyland

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