Neun Tote bei Gasexplosion auf der Krim - Dutzende Bewohner vermisst

Kiew/Moskau - Bei einer Gasexplosion in einem mehrstöckigen Wohnhaus sind in der Ukraine mindestens neun Menschen ums Leben gekommen.

Rettungskräfte befürchten, dass sich möglicherweise noch Dutzende Bewohner unter den Trümmern des fünfgeschossigen Plattenbau-Hauses auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim befinden, wie der Zivilschutz am Donnerstag mitteilte. Vereinzelt waren Hilferufe zu hören. Bislang wurden 20 Verletzte geborgen. Unter den Toten ist auch mindestens ein Kind.

Der Unfall ereignete sich am Mittwochabend im Kurort Jewpatorija an der Westküste der Schwarzmeer-Halbinsel. Zwei Treppenaufgänge mit etwa 30 angrenzenden Wohnungen stürzten komplett ein, wie die Agentur Interfax meldete. Die Rettungskräfte verzichteten auf den Einsatz schwerer Bergungstechnik, um Verschüttete nicht zusätzlich in Gefahr zu bringen. Offiziell lebten in den zerstörten Wohnungen 62 Menschen. Mehrere Wohnungen waren aber untervermietet worden.

Bewohner des Hauses sollen sich in der Vergangenheit darüber beschwert haben, dass im Keller unerlaubt hochexplosive Sauerstoffflaschen gelagert würden. Auch eine Erdgas-Explosion wurde nicht ausgeschlossen. In den Mehretagen-Wohnhäusern aus sowjetischer Zeit kommt es immer wieder zu schweren Gasexplosionen mit vielen Toten.

dpa

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