1. Startseite
  2. Bayern

Corona in Bayern: „Alles andere wäre unfair“ - Holetschek will bei Pflege-Impfpflicht Milde walten lassen

Erstellt:

Von: Katarina Amtmann

Kommentare

Die Corona-Inzidenz in Bayern sinkt weiter. Gesundheitsminister Holetschek will bei der Pflege-Impfpflicht Spielräume ausnutzen. Der News-Ticker für Bayern.

Update vom 12. April: Die Inzidenz in Bayern ist weiter gesunken, zwei Hotspot-Regionen kristallisieren sich heraus. Alles zur Corona-Lage in Bayern lesen Sie in unserem neuen Ticker.

Update vom 11. April, 6.42 Uhr: Nach dem Scheitern einer allgemeinen Impfpflicht will Bayern bei Verstößen gegen die einrichtungsbezogene Regelung für Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich Milde walten lassen. „Wir werden in Bayern in Bezug auf Sanktionen großzügig verfahren und prüfen, den bundesrechtlichen Bußgeldrahmen nicht auszuschöpfen, sondern nur deutlich reduziert anzuwenden“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek der Augsburger Allgemeinen. Man werde alle Spielräume ausnutzen, die das Gesetz hergebe. „Alles andere wäre denjenigen gegenüber unfair, die seit zwei Jahren an vorderster Front gegen die Pandemie kämpfen“, so der CSU-Politiker.

Corona: Holetschek sieht noch eine Chance für eine allgemeine Impfpflicht

„Ich habe das Gefühl, die Bundesregierung gibt die Pandemiebekämpfung auf“

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek

Dennoch sieht Holetschek noch eine Chance für eine allgemeine Impfpflicht. „Die Mehrheit der Bevölkerung und auch die Mehrheit im Bundestag sind ja dafür“, sagte er. Der CSU-Politiker kritisierte Bundeskanzler Olaf Scholz dafür, eine Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD) für einen neuen Anlauf für eine gesetzliche Impfpflicht einkassiert zu haben.

„Ich habe das Gefühl, die Bundesregierung gibt die Pandemiebekämpfung auf“, sagte Holetschek. Der Bund müsse über den Sommer einen Kurs für den Herbst und sinnvolle Werkzeuge für die Pandemiebekämpfung entwerfen, sagte der bayerische Minister. Die Länder dürften dabei nicht allein gelassen werden. Der von Scholz und Lauterbach unterstützte Kompromiss für eine Impfpflicht ab 60 Jahren war am Donnerstag im Bundestag durchgefallen.

Corona-Lage in Bayern entspannt sich

Update vom 11. April, 6.30 Uhr: In Bayern gehen die Corona-Zahlen runter. Die Inzidenz gibt das RKI am Montag mit 1.273,2 an. Binnen eines Tages wurden demnach 9.865 Corona-Neuninfektionen und 6 weitere Todesfälle gemeldet (Hinweis der Redaktion: Die Zahl der Infektionen wurde um 8.25 Uhr aktualisiert, zuvor war eine weit höhere Zahl auf dem Covid-19-Dashboard angegeben)..

Die Zahl der positiven Corona-Tests scheint auf den ersten Blick sehr hoch. Zumal an diesem Montagfrüh insgesamt 30.789 Corona-Fälle aus ganz Deutschland beim RKI gemeldet wurden. Allerdings liegen von Baden-Württemberg nur zwei Corona-Fälle vor und von Thüringen genau einer.

Corona in Bayern - Inzidenz weiter im Sinkflug

Update vom 10. April, 8.55 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Bayern befindet sich weiter im Sinkflug. Laut Angaben des RKIs liegt der Wert am Sonntagmorgen bei 1289,5. Zum Vergleich: Am Vortag lag die Inzidenz noch bei 1321,7.

Spitzenreiter im Freistaat ist derzeit der Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, mit einem Wert von 2459,7, gefolgt von Neumarkt in der Oberpfalz mit 2279,9. Die niedrigste Inzidenz weist derzeit der Landkreis Berchtesgadener Land mit 734,5 auf. Und für die bayerische Landeshauptstadt München wird ein Wert von 1.111,9 gemeldet.

Corona in Bayern: Weiter hohe Anzahl an Corona-Toten in Bayern

Update vom 9. April, 15.53 Uhr: Auch wenn die Corona-Zahlen in Bayern weiter sinken – wohl auch, weil sich weniger Menschen testen lassen – bleibt die Zahl der Verstorbenen hoch. So sterben täglich immer noch eine zweistellige Zahl an Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut in Berlin im Vergleich zum Vortag einen Rückgang der Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1380 auf 1321,7 Neuinfektionen. Gleichzeitig meldete das RKI 62 weitere Corona-Tote – im Vergleich zu den vergangenen Wochen war dies eine vergleichsweise hohe Zahl.

In absoluten Zahlen steckt sich in Bayern weiter täglich die Bevölkerung einer Kleinstadt mit dem Erreger an. Von Freitag auf Samstag waren es laut RKI 25.184 Neuinfektionen. Fachleute und auch die Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass zahlreiche Infektionen gar nicht mehr erfasst werden – weil die Gesundheitsämter stark belastet sind und nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur eine per PCR-Test nachgewiesene Infektion zählt in der Statistik.

Update vom 9. April, 10.46 Uhr: Gute Nachrichten zum Start ins Wochenende: Die Inzidenz in Bayern ist erneut gesunken. Am Samstagmorgen meldet das RKI einen Wert von 1321,7. Zum Vergleich: Am Vortag lag dieser noch bei 1383,2.

Corona in Bayern: Inzidenz sinkt - Weniger Schüler verpassen Präsenzunterricht

Weiterer Lichtblick: Auch die Zahl der bayerischen Schüler, die wegen Corona den Präsenzunterricht verpassen, ist deutlich gesunken. Stand Freitag waren es 3,48 Prozent der rund 1,6 Millionen Schüler, wie das Kultusministerium auf Nachfrage mitteilte. Das entspricht rund 56 000 Betroffenen. Vor einer Woche waren es noch mehr als 70.000 beziehungsweise 4,44 Prozent.

Update vom 8. April, 8.16 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Bayern geht weiter zurück. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag 1383,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Am Vortag hatte der Wert bei 1514,5 gelegen. Allerdings liegt der Freistaat weiterhin deutlich über der bundesweiten Inzidenz, die das RKI am Freitag mit 1181,2 angab.

Aktuelle Corona-Zahlen für Bayern

Fachleute gehen seit einiger Zeit allerdings davon aus, dass zahlreiche Fälle gar nicht mehr erfasst werden - weil die Gesundheitsämter überlastet sind und nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur eine per PCR-Test nachgewiesene Infektion zählt in der Statistik.

Wie ist die Lage in Bayerns Kliniken? Das UKR in Regensburg berichtet, dass der Druck auf die Allgemeinstationen seit Wochen hoch sei.* In Nürnberg spricht man von vielen Personalausfällen: „Es ist jeden Tag ein Spagat, diese Ausfälle zu kompensieren“, so eine Sprecherin gegenüber Merkur.de.

Update vom 7. April, 16 Uhr: Nach der gescheiterten Abstimmung im Bundestag zur Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht fordert Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek einen erneuten Anlauf. „Klar ist für mich: Es geht bei diesem Thema nicht um Parteipolitik, sondern um die Sache. Es gilt, eine allgemeine Impfpflicht auf den Weg zu bringen, die sinnvoll und rechtssicher ist“, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in München. Es müssten alle Weichen gestellt werden, um gut auf den Herbst vorbereitet zu sein.

„Ältere Ungeimpfte haben ein deutlich erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken. Die Impflücke in dieser Altersgruppe ist nach wie vor zu hoch“, betonte er. „Gerade deshalb kann auch eine Impfpflicht zumindest für alle Menschen ab einem gewissen Alter sinnvoll sein.“

Holetschek hofft weiter auf Corona-Impfpflicht - Aiwanger dagegen

Das Scheitern des Antrags im Bundestag sei absehbar gewesen, sagte Holetschek. Weiter: „Der Kompromissvorschlag aus der Ampel-Koalition war mit viel zu heißer Nadel gestrickt - und das trotz monatelanger Diskussionen zu dem Thema. Der entscheidende Fehler liegt bei der Bundesregierung: Sie hat sich viel zu lange aus der Verantwortung gezogen und weggeduckt.“

Dagegen äußerte sich Wirtschaftsminister und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger zufrieden mit dem Ergebnis: „Das ist gut so“, sagte er. Jetzt müsse es darum gehen, „endlich vernünftige Lösungen noch vor dem nächsten Winter“ umzusetzen, etwa mehr Kapazitäten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen inklusive Personal.

Corona-Inzidenz in Bayern sinkt deutlich - doch wie realistisch sind die Zahlen?

Erstmeldung vom 7. April, 10.22 Uhr: München - Die Sieben-Tage-Inzidenz* in Bayern ist gesunken. Das Robert-Koch-Institut gab den Wert am Donnerstag (7. April) mit 1514,5 an. Am Vortag hatte er bei 1628 gelegen, vor einer Woche bei 2042,1.

Corona in Bayern: Die aktuellen Zahlen

Corona-Zahlen in Bayern: Wohl nicht alle Fälle erfasst

Fachleute gehen seit Längerem allerdings von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

+++Alle News und Geschichten aus Bayern sind nun auch auf unserer brandneuen Facebook-Seite Merkur Bayern zu finden.+++

Corona-Regeln in Bayern - Diese Maßnahmen und Lockerungen gelten im Freitstaat

Seit Sonntag (3. April) gelten in Bayern Lockerungen der Corona-Regeln. Das hatte Ministerpräsident Markus Söder zuvor zähneknirschend verkündet.* So gilt seitdem keine Maskenpflicht mehr im Handel, auch Schüler dürfen auf die Maske verzichten.* Galten vor Sonntag noch Zugangsbeschränkungen - unter anderem für die Gastronomie - entfallen die 2G/3G-Regeln seit dem Wochenende ebenfalls.*

Welche Corona-Regeln gelten, welche Lockerungen in Kraft getreten sind*, lesen Sie in unserer Übersicht. (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare