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Keine Einladung zum Baden: Die Isar führt derzeit mehr als 190 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Das ist drei bis vier Mal so viel wie normalerweise.

News-Blog zum Wetter in Bayern

Unwetter-Warnungen ignoriert: Zahlreiche Rettungsaktionen am Wochenende

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  • Kathrin Brack
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Hitzewoche in Aussicht! Am Montag gibt‘s bis zu 31 Grad. Zuvor erreichen am Wochenende starke Unwetter die bayerische Landeshauptstadt. Alle Informationen zur Wetterlage finden Sie in unserem News-Blog.

  • Der Dauerregen hat den Menschen in vielen Orten Bayerns zu schaffen gemacht. 
  • Der Deutsche Wetterdienst hat für Teile des Freistaats eine amtliche Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen herausgegeben.
  • Die Hochwasserlage verschärfte sich zuerst, entspannte sich aber bereits am Donnerstagabend wieder.
  • Am Samstagabend rettete die Feuerwehr München acht junge Männer aus den Fängen der reißenden Isar.
  • Am Sonntagabend gehen die Unwetter weiter.

+++AKTUALISIEREN+++

22.23 Uhr: In der Oberpfalz ist ein Blitz in ein Wohnhaus eingeschlagen. Der Dachstuhl des Mehrfamilienhauses in Gailoh bei Amberg fing daraufhin am Sonntagabend Feuer. Die Bewohner hätten sich retten können, teilte die Polizei mit. Ein älteres Ehepaar erlitt eine Rauchvergiftung und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr habe den Brand schnell unter Kontrolle bringen können, hieß es. Dennoch entstand hoher Schaden, den die Polizei auf bis zu 300 000 Euro schätzte. Wegen des Blitzeinschlags war der Stadtteil Gailoh zeitweise ohne Strom. Über Amberg war ein Gewitter gezogen.

21.56 Uhr: Ein Wanderer war die Rettung für vier Bootstouristen, die an der Ickinger Wehr (Landkreis Wolfratshausen) in Gefahr geraten waren. Die vier Insassen eines Schlauchboots verstanden kein Wort Deutsch, hatten die Warnungen demnach vermutlich nicht verstanden und konnten sich glücklicherweise auf eine Wehrmauer retten. An dem Rettungseinsatz am Sonntagnachmittag waren über 50 Einsatzkräfte und ein Polizeihubschrauber beteiligt. Lesen Sie die ganze Geschichte bei merkur.de*.

21.49 Uhr: Die Lage in München sei „eher entspannt“. Das sagte die Pressestelle der Berufsfeuerwehr München gegenüber merkur.de/tz.de. Die Feuerwehr sei gerade an mehreren Stellen im Einsatz, unter anderem bei einem Dachstuhlbrand, der durch einen Blitzeinschlag ausgelöst wurde. Näheres ist dazu noch nicht bekannt. Außerdem habe jedoch keine gravierenden Vorfälle gegeben. Die Feuerwehr kümmere sich derzeit vor allem um Äste auf der Straße sowie um Wasserschäden.

21.28 Uhr: In der Isar zu baden ist derzeit keine gute Idee. Warum dann nicht auf einen der zahlreichen Badeseen rund um München ausweichen?

21.08 Uhr: Wieder einmal tobt ein Unwetter in München. Derzeit hat die Feuerwehr fünf Einstätze abzuarbeiten. Das meldet @BFMuenchen auf Twitter.

So war‘s am Samstag:

21.26 Uhr: Offensichtlich gibt es in München auch wagemutige Menschen, die sich über Unwetter, Starkregen und Hochwasser freuen. Bei manchen führt diese Freude wohl zu Übermut und unüberlegten Aktionen. Am Samstagabend musste die Feuerwehr München acht abenteuerlustige Männer aus den Strömen der reißenden Isar retten.

Die Feuerwehr berichtet am Sonntagmorgen auf Facebook

„Boote kentern auf der Isar – dramatische Rettungsaktion Samstag, 29. Juli 2017, 21.26 Uhr Marienklause Mehr Glück als Verstand hatten am gestrigen Abend acht junge Leute bei einer Bootstour auf der Isar. Trotz zahlreicher Warnhinweise, die Isar aufgrund des Hochwassers momentan nicht mit Booten zu befahren, begaben sich acht junge Männer mit drei Schlauchbooten, trotz bereits eingesetzter Dunkelheit, auf die reißende Isar. Mit diesem unvernünftigen Verhalten verursachten sie einen Rettungseinsatz mit einem Großaufgebot an Rettungskräften. Im Verlauf ihrer Fahrt war ein Boot mit vier Insassen auf Höhe der Großhesseloher Brücke gekentert. Die vier Personen konnten sich selbst ans Ufer retten. Die beiden anderen Boote, mit jeweils zwei Insassen, konnten von Rettungskräften der Wasserwacht und DLRG auf Höhe der Marienklause gerettet werden. Die beiden Hubschrauber Christoph 1 und der Edelweiß 2 der Polizei waren an der Personensuche beteiligt. Rund 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Wasserwacht, DLRG und vom Rettungsdienst waren für zirka zwei Stunden im Einsatz. Erst dann war sicher gestellt, dass sich keine weiteren Personen mehr in der Isar befanden.“

19.21 Uhr: Die Wasserwacht München Mitte „Isarrettung“ zieht auf Facebook eine Zwischenbilanz vom Samstag. Trotz aller Warnhinweise seien insgesamt 26 Boote auf dem Fluss gesichtet worden. Die Wasserwacht informierte die Insassen per Megafon über die Gefahr und zog alle Badenden rechtzeitig aus dem Wasser.

Fazit der Wasserwacht von der Isarrettung am Samstag

„Leider waren unsere Warnungen anscheinend nicht drastisch genug. Denn wir haben vor der Großhesseloher Brücke 26 Boote per Megafon gewarnt und tw. mittels Wurfsack aus der Isar geholt. Unsere Begehung des Wachgebietes in der Früh hat ergeben, dass die Marienklausenbrücke und die Tierparkbrücke mit Bäumen blockiert sind und deswegen die Durchfahrt lebensgefährlich ist. An der Großhesseloher Brücke war die Walze nach dem Wehr so stark, dass die Boote hängen geblieben wären. Deswegen haben wir beschlossen, die Schlauchbootfahrer weit genug flussaufwärts aus der Isar zu holen und sie gebeten nicht mehr weiter zu fahren. Fazit: 1 Großeinsatz am Großhesseloher Wehr, der sich glücklicherweise als Fehleinsatz herausgestellt hat. Neben der Wasserwacht waren die Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und ein Hubschrauber im Einsatz. 1 Gesichtsverletzung, mit anschließendem Kreislaufkollaps: Abtransport durch RTW 2 Erste-Hilfe-Leistungen, Schnittverletzungen durch Glasscherben. Diverse Warnungen an Schwimmer in der Isar, da die Strömung zu stark für Kinder sowie Erwachsene war. Deswegen nochmals unsere Warnung: Der Wasserstand ist zu hoch, für Schlauchbootfahrten, wie auch zum Baden!! Bitte geht auch morgen nicht in die Isar!“

So war‘s am Freitag

12.17 Uhr: Die Feuerwehr München warnt ausdrücklich vor Schlauchbootfahrten auf der Isar. Auch die Wasserwacht München Mitte hat auf ihrer Facebookseite einen „Appell an alle Schlauchbootfahrer“ veröffentlicht. 

Twitter Feuerwehr 

10.55 Uhr: Der Pegel der Isar ist gesunken und so soll es auch laut den Behörden bleiben. 

Im Main-Gebiet, an Donau-Zuflüssen und der Donau selber können noch streckenweise Überschwemmungen der Meldestufe 1 und 2 laut dem aktuellen Hochwasserlagebericht auftreten.

9.19 Uhr: Das Tief Alfred ist nach Osten abgezogen. Nach dem sintflutartigen Regen sollen die Temperaturen bis zum Sonntag locker die 30-Grad-Marke knacken, am nächsten Freitag sind sogar bis 36 Grad drin. Dabei ist die Luft schwül und es ist mit Gewittern, Starkregen, Sturmböen und Hagel zu rechnen. 

„Uns steht auf jeden Fall wieder eine spannender Wetterwoche bevor“, sagt Wetterexperte Dominik Jung. Doch ist das aktuelle Juliwetter eigentlich „normal“? Nach dem heftigen Dauerregen stellen sich viele wohl diese Frage. Die Meinungen der Experten gehen auseinander. Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net versucht die Wetterlage in einer Pressemitteilung zu erklären: „Natürlich sind mitteleuropäische Sommer in der Regel wechselhaft. Das ist normal, allerdings sind solch hohe Regenmengen nicht alltäglich. Das muss man ganz klar festhalten“.

So war‘s am Donnerstag

22.36 Uhr: Weil sie in ein heftiges Gewitter gerieten, wollte sich eine Familie aus Tutzing an einem Kiosk in Ambach unterstellen. Doch aus einem Grund wies sie der Besitzer ab. Lesen Sie die Details auf Merkur.de.

18.43 Uhr: Mehrere 15-jährige Mädchen aus Venezuela sind aus Panik bei einer Rafting-Tour in Oberbayern aus dem Boot gesprungen und haben einen Großeinsatz von Rettungskräften ausgelöst. Das Boot mit den acht Mädchen und einem Guide hatte am Donnerstag die Anlegestelle bei Marktschellenberg nahe Berchtesgaden aufgrund der starken Strömung verpasst. Das Boot ging über die Wehr, wie das Bayerische Rote Kreuz am Donnerstag mitteilte. Die Mädchen gerieten in Panik und sprangen ins Wasser. „Eigentlich ist es unproblematisch, wenn so ein Boot über eine Wehr geht. So war es gefährlich“, sagte ein Sprecher der Polizei in Berchtesgaden.

Mit einem Kanu paddeln am Donnerstag in Eining zwei Männer auf der Hochwasser führenden Donau an einer überschwemmten Bank vorbei.

Rund 250 Rettungskräfte, darunter auch Einheiten aus dem Salzburger Land, waren an dem Einsatz beteiligt. Sie zogen die acht Jugendlichen aus dem Wasser. Ein Rettungswagen brachte ein Mädchen wegen einer Verletzung am Arm in eine Klinik. Insgesamt waren 7 Boote mit 52 Jugendlichen auf der Berchtesgadener Ache unterwegs. Zunächst hatten Zeugen ausgesagt, dass flussabwärts weitere Menschen im Wasser trieben. Später stellte sich die Information als falsch heraus.

18.40 Uhr: Zwei Männer haben ihr Lager auf der Weideninsel in München aufgeschlagen. Dann wurden sie vom Starkregen überrascht, Wassermassen versperrten den Weg zurück - und keiner hörte ihre Hilferufe. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks haben die beiden Männer (45 und 38 Jahre alt) tagelang vergeblich versucht, Hilfe zu holen. Ihre Handys seien nachts vom Fluss mitgerissen worden, heißt es. Sehen Sie hier die tz.de-Bilder der Rettungsaktion

18.37 Uhr: Nicht nur einen, sondern gleich zwei Schutzengel hatte ein 55-jähriger Bayrischzeller, der am Mittwochvormittag mit seinem Auto kopfüber in der Aurach gelandet war: den 23-jährigen Glaser-Gesellen Sebastian Erb aus Wörnsmühl und seinen Chef Ludwig Birner aus Hundham. Die beiden Männer waren als Ersthelfer vor Ort und haben dem in seinem Auto eingeschlossenen Fahrer aus dem reißenden Bach gezogen. Der Miesbacher Merkur hat mit Erb über seinen vermutlich lebensrettenden Sprung ins kalte Wasser gesprochen.

Hochwasser-Foto vom Sylvensteinsee.
Die Bootsbesitzer vom Sylvensteinsee werden Arbeit haben. 

18.08 Uhr: Leserreporterinnen Alexandra und Valerie Pöckl schicken uns diese Hochwasser-Fotos vom Sylvensteinsee. 

15.15 Uhr: Nach dem unablässigen Regen in den letzten Tagen verspricht die 3-Tages-Prognose endlich Hoffnung auf Besserung: Der online-Dienst wetter.com  sagt für die Landeshauptstadt München wieder deutlich sommerlichere Temperaturenvoraus. Am Freitag kann es morgens noch zu mäßigem Regen kommen, auch tagsüber bleibt es zwischen milden 16 und 23 Grad zunächst noch bewölkt. Doch pünktlich zum Wochenende wird es hochsommerlich: Am Samstag erwartet uns tagsüber ein wolkenloser Himmel, strahlender Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 26 Grad. Am Sonntag soll der Wärmegrad sogar einen Spitzenwert von 27 Grad erreichen. Dem Wetterdienst zufolge bleibt es am Wochenende trocken. Auch in der darauffolgenden Woche soll die Hitzewelle bei Temperaturen zwischen 18 und 29 Grad anhalten. 

12.43 Uhr: Wie ist die aktuelle Lage an der Isar bei Bad Tölz? Die Kollegen vom Tölzer Kurier fassen zusammen.

12.39 Uhr: Am Wochenende soll das Wetter wieder bedeutend besser werden. Warum Flüsse wie die Isar gerade jetzt gefährlich sind, erklären wir hier.

11.40 Uhr: Einen einzigen unwetterbedingten Einsatz musste die Münchner Berufsfeuerwehr am Mittwoch absolvieren - ein Baum war in Allach in bedrohliche Schieflage geraten.

7.59 Uhr: Kein Starkregen mehr - das sagt zumindest Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Zwar könne es am Donnerstag und Freitag noch einige Schauer geben, große Niederschlagsmengen seien aber nicht mehr zu befürchten. „Tief Alfred lässt uns nun in Ruhe“, sagt er.

6.22 Uhr: Ein Video von der Isar bei Bad Tölz sehen Sie hier:

Donnerstag, 6.16 Uhr: Ein Blick aufs Regenradar zeigt es: Der größte Teil der Starkregenfront ist inzwischen über Deutschland hinweg gezogen. Mancherorts - wie in München - startet dieser Donnerstag sogar sonnig.

So war‘s am Mittwoch, 26. Juli:

22.52 Uhr: Am Mittwoch hat die Isar beim Messpunkt in Lenggries bei einem Wasserstand von 2,20 Meter die erste Hochwasser-Meldestufe erreicht. Noch gibt es jedoch keinen Grund zur Sorge. Denn beim August-Hochwasser 2005 lag der Stand bei ganzen 4,21 Meter. 

22.12 Uhr: Nach starken Regenfällen läuft eine Talsperre in der Nähe von Wernigerode im Harz über. Geringe Mengen schwappen seit Mittwochabend über die Staumauer, wie ein Sprecher des Talsperrenbetriebs in Sachsen-Anhalt sagte. Er sprach von 1,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Das sei so viel wie acht gefüllte Badewannen. Das Wasser fließe nun unterhalb der Staumauer in einen Bach. Weil es nicht mehr regne, sei der Wasserstand des Zilierbachs gesunken. „Die Feuerwehr bewertet die Lage als unproblematisch“, erklärte der Sprecher. Der Fluss fließt auch durch Wernigerode.

Die Talsperre war nach Angaben des Landesbetriebs seit Abschluss der Sanierungsarbeiten Ende der 1990er Jahre nicht mehr übergelaufen. Allein 2013 habe es einen kontrollierten Überlauf gegeben, damals herrschten aber weder Hochwasser noch habe es zuvor übermäßig viele Niederschläge gegeben. Laut Talsperrenbetrieb fasst die Zillierbachtalsperre 2,83 Millionen Kubikmeter Wasser. Aus der Talsperre bezieht Wernigerode sein Trinkwasser.

20.52 Uhr: Wir werfen nochmals einen Blick auf die Wetterprognose für die Nacht zum Donnerstag und vielerorts in Bayern muss weiterhin mit Dauerregen gerechnet werden. Laut dem Deutschen Wetterdienst soll es an den Alpen, im Vorland und am Bayerwald bis in die Nacht hinein regnen. Auch am westlichen Alpenrand muss weiterhin mit viel Niederschlägen gerechnet werden. Nur im Nordosten Bayerns soll sich die Lage ein wenig beruhigen. 

19.13 Uhr: Es regnet und regnet und regnet – aber nennenswerte Schäden gab es im Landkreis Starnberg gestern dennoch keine. Das sagte der Sprecher der Kreisbrandinspektion, Anton Graf, auf Nachfrage. „In einem Keller in Gilching war das Wasser am Nachmittag drei bis fünf Zentimeter hoch“, berichtete er. Auch in Krailling drohte am Morgen ein Keller vollzulaufen. In beiden Fällen rückten die Feuerwehren aus. „Auf der Pentenrieder Straße in Krailling stand das Wasser auf der Fahrbahn“, sagt Graf. Und in der Fußgänger-Unterführung in Starnberg beim Gasthaus in der Au war es nass. „Dort hat der Starnberger Bauhof aufgeräumt.“

Graf war den ganzen Tag über vergleichsweise entspannt. Schon am Morgen war er davon ausgegangen, dass sich die Lage nicht verschärfen wird. „Der Pegel des Starnberger Sees ist seit Montag gerade mal um vier Zentimeter auf 584,32 Meter gestiegen. Da geht noch viel rein.“

Dabei war die Regenmenge bemerkenswert: Grafs Niederschlagsmessung in seinem Garten in Perchting ergab am Nachmittag mehr als 60 Liter pro Quadratmeter seit vorgestern. Heute soll es aufhören zu regnen.

19.04 Uhr: Wegen der heftigen Regenfälle wurde am Mittwoch in Garmisch-Partenkirchen die Meldestufe 1 ausgelöst. Weiter musste die Bahn-Strecke München-Garmisch-Partenkirchen gesperrt werden, ein Schienenersatzverkehr wurde jedoch eingerichtet. 

16.55 Uhr: Der Pegel der Weilheimer Stadtbäche fällt mittlerweile wieder. Heute Mittag hatten die Stadtwerke Weilheim die Anwohner noch gewarnt. 

16.25 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Wetterwarnung für Teile Bayerns herausgegeben. Laut der Meldung wird „weiterhin ergiebiger Dauerregen wechselnder Intensität“ auftreten. „Dabei werden nochmals Niederschlagsmengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter erwartet.“ Durch den Dauerregen könne Hochwasser an Bächen und Flüssen auftreten. Zudem sei eine Überflutung der Straßen möglich, so der Wetterdienst. Türen und Fenster sollten geschlossen bleiben. Besonders betroffen sind die Landkreise Bad-Tölz, Miesbach, Rosenheim und Traunstein.

16.10 Uhr: Gute Nachrichten! Für Donnerstag rechnet der Deutsche Wetterdienst mit nachlassendem Niederschlag. Am Wochenende soll es außerdem trockener und auch wärmer werden.

15.55 Uhr: In vielen Teilen Bayerns steigt die Hochwassergefahr. Das Landesamt für Umwelt sieht bebaute Gebiete aber derzeit noch nicht in Gefahr. Eine Warnung gibt es aber für Felder und Wiesen vor allem im Allgäu, in Südostbayern und in Franken.

Dauerregen lässt Getreideernte in diesem Jahr niedriger ausfallen

15.20 Uhr: Der Dauerregen lässt nicht nur sämtlich Flüsse in Bayern ansteigen, er wirkt sich auch negativ auf die Landwirtschaft aus. Denn genau jetzt wäre eigentlich Erntezeit. Die Bayrischen Bauern erwarten deswegen in diesem Jahr eine höchst mittelmäßige Getreideernte. Der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Walter Heidl sagte, die Erntemenge werde beim Getreide etwas unter dem langjährigen Mittel von gut 6,7 Millionen Tonnen liegen. „Das ist das Los der Landwirte, dass wir mit der Witterung zurecht kommen.“

15.00 Uhr: Die Zuflüsse zu Tegernsee und Schliersee sind mittlerweile gewaltig angeschwollen. Der Weißach bei Kreuth-Oberhof ist zum reißenden Strom geworden. Leitzach, Schlierach und Mangfall schwellen sogar noch stärker an. Donnerstagnachmittag könnte der Tegernsee die erste Meldestufe erreichen, warnt das WWA. Mehr Informationen gibt es bei den Kollegen in Tegernsee

14.45 Uhr: Auf der Seite wetter.com kann man sich die aktuellen Niederschlagsmengen ansehen. Demnach wird gerade der äußerste Süden von starkem Regen heimgesucht. Rot eingefärbte Gebiete bedeuten eine Niederschlagsmenge von 40-50 Litern pro Quadratmeter. In den orange eingefärbten Gebieten kommen rund 25-40 Liter pro Quadratmeter, herunter.

In den rot eingefärbten Gebieten, regnet es gerade am meisten. 

13.58 Uhr: Die Ammer bei Peiting führt inzwischen viel Wasser - wie auf den Bildern der Schongauer Nachrichten zu sehen ist.

13.27 Uhr: Einen ersten größeren Unwettereinsatz muss die Feuerwehr aktuell in Schliersee absolvieren - weil ein Mann mit seinem Auto von der Straße abgekommen und in einen reißenden Bach gestürzt ist.

Die Feuerwehr muss das komplett vollgelaufene Auto aus dem Bach bergen.

13.09 Uhr: Die Pegelstände der Isar bei Freising bleiben unter ständiger Beobachtung, auch wenn die Verantwortlichen in der Domstadt derzeit entspannt sind. Möglich wäre das Erreichen der Meldestufe 1 - die gilt ab einem Pegel von 230 Zentimetern.

12.31 Uhr: Noch wurde kein Hochwasser in der Region gemeldet. Für Spielabsagen in den heimischen Fußballligen reicht‘s aber bereits. So meldet das Fürstenfeldbrucker Tagblatt, dass das Gastspiel des FC Augsburg in Olching heute entfällt - ebenso das Spiel des SC Fürstenfeldbruck in Penzing.

12.28 Uhr: Wie es aktuell an der Loisach in Garmisch-Partenkirchen aussieht, zeigen die Kollegen vom Garmisch-Partenkirchner Tagblatt.

Katwarn ausgelöst für große Teile Oberbayerns

12.24 Uhr: Das Katastrophenwarnsystem Katwarn wurde am späten Mittwochvormittag ausgelöst. Gewarnt wird vor Extremwetterlagen mit ergiebigem Dauerregen für München und das komplette Münchner Umland - vorerst bis heute Nacht, 24 Uhr.

11.50 Uhr: „Bitte ergreifen Sie Vorsichtsmaßnahmen“: Diese Nachricht veröffentlichten die Stadtwerke Weilheim gerade für die Anwohner des Angerbachs in Weilheim, nachdem dessen Pegel am Teilungsbachwerk Am Ölschlag auf 82 Zentimeter gestiegen war. 

Gleichzeitig schaltete die auf der Internetseite der Stadtwerke installierte Hochwasserampel von Grün auf Gelb. Ab 90 Zentimetern gilt an dieser Messstelle Warnstufe Rot. Die weiteren fünf Ampeln, die die Wasserstände an Stadtbächen messen, stehen noch auf Grün. Die Stadtwerke Weilheim bieten seit kurzem einen Hochwassernachrichtendienst für Angerbach, Simmetsbach, Stadtbach und Waitzackerbach, da es dort wiederholt zu Überschwemmungen gekommen ist - ähnlich wie in den Umlandgemeinden Polling und Oberhausen, die 2016 überschwemmt wurden.

Roseninsel auf dem Starnberger See geschlossen

11.04 Uhr: Die Roseninsel im Starnberger See wird heute witterungsbedingt nicht angefahren. Wegen „sturmartiger Böen“ sei eine sichere Überfahrt nicht möglich, daher gibt es an diesem Mittwoch keinen Fährbetrieb.

10.09 Uhr: Kaum vorstellbar, aber nach diesen Regentagen soll es bereits am Wochenende wieder heiß werden. Diplom-Meteorologe Dominik Jung geht davon aus, dass es am Sonntag wieder sommerlich heiß wird.

9.42 Uhr: Im Flachland ist es „nur“ Regen - auf der Zugspitze liegt stattdessen Schnee.

8.19 Uhr: Für Teile Bayerns hat der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen ausgerufen. Betroffen sind unter anderem die Landkreise Bad Tölz, Miesbach, Rosenheim, Marktoberdorf, Lindau und das Oberallgäu.

Dauerregen in Bayern: Hochwasserlage verschärft sich

München - Der Dauerregen hat in Bayern die Hochwasserlage verschärft - und er soll am Mittwoch weiter anhalten. Im Landkreis Coburg erreichte die Itz laut Hochwassernachrichtendienst die zweite von vier Meldestufen, in Bad Königshofen im Grabfeld stieg die fränkische Saale stark an und erreichte die erste Meldestufe. In Stadt und Landkreis Bamberg hatte das Wasserwirtschaftsamt bereits am Dienstag vor möglichen Überschwemmungen durch die Itz und ihre Zuläufe gewarnt.

Eine Entspannung der Lage ist vorerst nicht in Sicht. Auch am Mittwoch soll sich der Dauerregen in vielen Teilen Bayerns fortsetzen. Vor allem an den Alpen, im Vorland sowie am Bayerischen Wald seien bis in die Nacht zum Donnerstag hinein nochmals 20 bis 40 Liter Niederschlag je Quadratmeter möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst am Morgen mit. Hinzu kämen südlich der Donau Böen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometern, in höheren Lagen des Bayerischen Walds und der Alpen auch Sturmböen mit bis zu 90 Stundenkilometern.

Auch von Unterfranken bis zur Donau erwarteten die Meteorologen bis zum Abend Dauerregen mit bis zu 20 Litern Niederschlag je Quadratmeter. Die Temperaturen liegen zwischen 13 Grad an den Alpen und bis zu 21 Grad im Raum Aschaffenburg.

Besserung ist den Meteorologen zufolge erst zum Wochenende in Sicht: Nach schauerartigem Regen am Donnerstag soll es ab Freitag wieder trockener werden. Die Temperaturen steigen demnach auf 18 bis 24, am Samstag sogar auf bis zu 27 Grad.

Auch andere Teile Deutschlands kämpfen gegen die Wassermassen an. In Hildesheim bereiten sich Anwohner auf eine Evakuierung vor.

dpa/mes/sah

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