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Winter-Comeback in Bayern: DWD warnt vor Sturm, Neuschnee und Gewitter – Tausende ohne Strom

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Von: Franziska Konrad

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Kurz und knapp: Das Wetter bleibt am Wochenende im Bayern sehr ungemütlich. Sonne, Schnee, Sturm und Gewitter wechseln sich ab. Besonders heftig betroffen wurde eine Region in Unterfranken.

Update vom 9. April, 16.05 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst erwartet für die Nacht zum Sonntag noch einmal Schnee und Schneeschauer in Teilen Bayerns. Mancherorts kann es auch glatt werden, wie der DWD am Samstag mitteilte. Im Süden und in den Alpen erwarten die Meteorologen bis Sonntagvormittag 10 bis 15 und in den Nordweststaulagen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee. Schnee könnte aber auch im nördlichen Franken und in den östlichen Mittelgebirgen fallen.

Update vom 9. April, 11.10 Uhr: Der teils heftige Wintereinbruch in Bayern bleibt nicht ohne Folgen: Starker Schneefall verursachte in zahlreichen Ortschaften im unterfränkischen Landkreis Miltenberg Stromausfälle. Dazu gab es mehrere Straßensperrungen.

Nach einem Wintereinbruch musste die Feuerwehr im Kreis Miltenberg zu zahlreichen Schneeeinsätzen ausrücken.
Nach einem Wintereinbruch musste die Feuerwehr im Kreis Miltenberg zu zahlreichen Schneeeinsätzen ausrücken. © Ralf Hettler/dpa

 Am Samstagmorgen seien noch 15 Ortschaften und damit rund 7500 Menschen ohne Strom gewesen, teilte Landrat Jens Marco Scherf mit. Es könne teils bis zum Nachmittag dauern, bis die Stromversorgung wieder komplett hergestellt sei.

Wintereinbruch in Bayern: 7500 Menschen ohne Strom - Mehrere Straßensperrungen

Die Straßensperrungen wurden dem Landrat zufolge ausnahmslos von umgefallenen Bäumen verursacht. Dabei sei nicht nur die Menge, sondern auch die Art des Schnees problematisch gewesen. Scherf: „Es war ein enorm nasser und schwerer Schnee, wodurch viele Bäume runtergedrückt wurden.“

Die Feuerwehr ist auf der B469 bei Laudenbach im Einsatz nach einem Wintereinbruch und beseitigt einen umgestürzten Baum.
Die Feuerwehr ist auf der B469 bei Laudenbach im Einsatz nach einem Wintereinbruch und beseitigt einen umgestürzten Baum. ©  Ralf Hettler/dpa

Scherf warnte davor, Straßensperrungen eigenhändig zu entfernen. Es sei im Laufe des Morgens schon mehrmals vorgekommen, dass die Absperrungen einfach zur Seite geschoben worden seien. Der Landrat warnte: Das sei „gefährlich und egoistisch“, da man nicht nur sich selbst, sondern auch nachkommende Autofahrer in Gefahr bringe.

Ursprünglicher Artikel vom 9. April: München - Das Aprilwetter in Bayern geht in die nächste Runde. Auf heftigen Sturm folgen Schneefall und Gewitter, dann scheint plötzlich wieder die Sonne. Alles in allem bleibt das Wochenende im Freistaat jedoch ungemütlich. Vom Deutschen Wetterdienst gibt es allein für den Samstag, 9. April, mehrere amtliche Unwetterwarnungen.

Vor allem am Samstagvormittag warnt der DWD im Süden Bayerns vor Schneefällen und heftigem Sturm.
Vor allem am Samstagvormittag warnt der DWD im Süden Bayerns vor Schneefällen und heftigem Sturm. © Screenshot/DWD

Ein Blick auf die DWD-Warnkarte am Samstagmorgen zeigt: Ein Großteil des Freistaats ist Gelb eingefärbt (Wetter-Warnstufe 1). Vom Norden, über die Mitte bis in den Südosten Bayerns warnen die Meteorologen vor heftigen Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 55 Kilometern pro Stunde. Die amtliche Unwetterwarnung gilt vorerst von 10 bis 18 Uhr. Einzige einigermaßen windstille Ecke des Freistaats ist am Samstag Schwaben.

Wetter in Bayern: DWD warnt vor markantem Wetter - bis zu 15 Zentimeter Neuschnee

Für den Süden Bayerns, etwa um Garmisch-Partenkirchen, warnt der DWD vor markantem Wetter (orange). In den bayerischen Alpenregionen erreichen die Sturmböen bis zu 75 Kilometer pro Stunde. Dazu gibt es eine amtliche Unwetterwarnung vor leichtem Schneefall. Diese gilt bis 5 Uhr am Sonntagmorgen. In den betroffenen Regionen wird zwischen fünf und zehn Zentimetern Neuschnee erwartet. In Staulagen können bis zu 15 Zentimeter Schnee fallen.

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Zur Krönung des ungemütlichen Wetters, sind vor allem im Norden Bayerns einzelne Gewitter angekündigt. Alles in allem zeigt sich das Wetter am Samstag von seiner launischen Seite. Regen, Schnee und Graupelschauer wechseln sich ab. Dazwischen kann es immer mal wieder gewittern. Immerhin: Die Temperaturen bleiben im Plusbereich und schwanken zwischen drei Grad am Alpenrand und 11 Grad am Untermain.

April-Wetter in Bayern: Auch am Sonntag soll es schneien - vereinzelt zeigt sich die Sonne

In der Nacht zum Sonntag soll es im Alpenvorland weiter schneien. Autofahrer aufgepasst: Die Straßen können dann erneut gefährlich glatt werden. Abgesehen davon bleibt es auch am Sonntag stark bewölkt, insbesondere im Osten und an den Alpen sind wieder Schnee-und Graupelschauer angekündigt. Allerdings zeigt sich im Tagesverlauf von Westen her öfters die Sonne. Der April macht eben weiter was er will.

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