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Tauwetter ist angesagt, doch mancherorts kann es nach wie vor ziemlich glatt werden.

Viele Unfälle, Hochwasser

Wetter-Ticker: Glatteis-Gefahr noch nicht gebannt

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München -  Die Temperaturen sind zwar gestiegen, auf den Straßen aber ist es aktuell hoch gefährlich. Autofahrer und Fußgänger haben mit tückischer Glätte zu kämpfen. Alle Infos zur Lage in unserem News-Ticker. 

  • Der Verkehr wurde in Bayern zum Wochenbeginn durch Blitzeis stark behindert. Bereits am Montag ereigneten sich zahlreiche Unfälle.
  • Im vielen Teilen Bayern fiel am Dienstag die Schule aus. Auch die Universität Passau blieb geschlossen.
  • Der Deutsche Wetterdienst sagt bis Mittwoch Regen voraus, aus dem unversehens gefährliches Blitzeis werden kann.
  • Bayern erlebte den kältesten Januar seit 1987.

>>>AKTUALISIEREN<<<

+++ Starke Regen- und Schneefälle haben die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen wieder kräftig ansteigen lassen. Unterhalb der Waldgrenze herrsche nun überall wieder erhebliche Lawinengefahr und damit die dritthöchste der fünf Warnstufen, teilte der Lawinenwarndienst Bayern am Mittwoch in München mit. Auch in den Hochlagen der Allgäuer und Ammergauer Alpen sowie in den Werdenfelser Alpen rund um die Zugspitze werde die Lawinengefahr nun wieder als erheblich eingestuft. Unterhalb von 1600 Metern müsse damit gerechnet werden, dass meist mittlere Nassschneelawinen von selbst ausgelöst werden.

+++ Für Mittwoch ist zwar leichte Entwarnung angesagt, doch noch immer kann es rutschig werden. Der Deutsche Wetterdienst meldet in seiner Vorhersage für Bayern: „Heute Vormittag kann sich zunächst vielerorts noch leichter Frost mit der Gefahr von Glätte durch überfrorene Nässe, am östlichen Alpenrand und in den östlichen Mittelgebirgen auch durch etwas SCHNEE halten.“

Das passierte am Montag und Dienstag

+++ Die Verhältnisse auf den Straßen gleichen einer Rutschpartie. Mehrere Unfälle haben sich in Garmisch-Partenkirchen ereignet. Die Gemeinde sperrt vorübergehend alle Wanderwege.

+++ Der Deutsche Wetterdienst hatte davor gewarnt: Tatsächlich haben - Stand Dienstag, 15.30 Uhr - zwei Bäche am Tegernsee einen kritischen Pegel erreicht. Die Feuerwehren mussten anrücken.

+++ Überstunden am Klinikum, bei der Polizei und in den Bauhöfen: Der überfrierende Regen am Montag und Dienstag bescherte allen Beteiligten viel Arbeit. Doch auch unter der Erde gab’s einige Überraschungen. Eine Bilanz.

+++ Regen auf tiefgefrorenen Straßen und Wegen – das war eine tückische Kombination, die ab dem frühen Montagabend vor allem den Osten des Landkreises Erding lahm legte.

DWD: Niederschläge klingen ab

+++ Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstagnachmittag mitteilte, klingen die gefrierenden Niederschläge in Nieder- und im nordöstlichen Oberbayern allmählich ab. Dennoch ist weiterhin mit Glatteis zu rechnen, vor allem ab den Abendstunden. An den Alpen herrscht hingegen Tauwetter bis in Lagen zwischen 1000 und 1500 Meter.

+++ Regen fällt auf tiefgefrorenen Boden - was am Montag Franken zu schaffen machte, traf am Dienstag Ostbayern. Während sich Schüler über eisfrei freuten, gab es auf den Straßen eine Vielzahl von Unfällen.

+++ Auf der B 307 südlich St. Quirin hat sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Offenbar sind zwei Autos aufeinander geprallt. Rettungskräfte sind vor Ort.

+++ Auf Schlittschuhen in die Arbeit. In manchen Gegenden Bayerns war das heute früh möglich. Diese Videos von Eisläufern auf offener Straße sind im Netz der Hit.

+++ Update zum Bus- und Bahnverkehr in Regensburg: Der Regionalbusverkehr wird laut RVV ab sofort (Stand: Dienstag, 12.30 Uhr) wieder aufgenommen, der innerstädtische Busverkehr ab 13 Uhr. Es ist jedoch mit Verspätungen zu rechnen.

+++ Während weite Teile Bayerns durch den Eisregen ins Chaos stürzten, blieb es im Landkreis Starnberg vergleichsweise ruhig.

+++ Eisregen hat am Dienstag zur Schließung der Universität Passau geführt. „Es gibt keinen Lehrbetrieb und keine Prüfungen“, sagte eine Sprecherin. Auch angesetzte Staatsexamens-Prüfungen für angehende Lehrer und Juristen wurden abgesagt. Lediglich die Bibliothek und die Mensa hätten einen Notbetrieb aufrechterhalten.

Regensburg: Störung im Bus- und Bahnverkehr

+++ Wegen Glatteis wurde der Busverkehr in Regensburg (Oberpfalz) vorübergehend eingestellt. Das teilte der Regensburger Verkehrsverbund (RVV) am Dienstagvormittag mit. Zudem kommt es aufgrund witterungsbedingter Störungen an mehreren Weichen und vereisten Oberleitungen zu Beeinträchtigungen und Verzögerungen im Schienenverkehr.

+++ Bayern erlebt den kältesten Januar seit 1987. Zugleich schien die Sonne im Freistaat so lange wie nirgends anders in Deutschland. Meteorologe Jörg Kachelmann sagt, warum es an manchen Orten in Bayern besonders kalt ist.

+++ Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt weiterhin (Stand: Dienstag, 11.30 Uhr) vor gefrierenden Regen mit Glatteis im Osten Bayerns und Unwettern vor allem in Niederbayern und der Oberpfalz. Darüber hinaus sorgen Temperaturen über 0 Grad und Regen an den Alpen beziehungsweise im südlichen Alpenvorland zu starkem Abtauen der Schneedecke. Es sind Abflussmengen von 50 bis 90 Liter pro Quadratmeter bis Mittwoch möglich.

+++ In der Abfahrt einer Tiefgarage in Haar, östlich von München, sind am Montag zwei Fahrzeuge aufgrund von Eisglätte ineinander gerutscht.

+++ In den frühen Morgenstunden war es auch im Raum Miesbach extrem glatt auf den Straßen. Am Gasteiger Berg bei Wörnsmühl hat es mindestens dreimal gekracht. Die Polizei hat die Straße kurzzeitig gesperrt.

+++ Das Tauwetter hat in Rosenheim (Oberbayern) für eine erste überschwemmte Straße gesorgt. Wie unser Partner-Portal rosenheim24.de berichtet, steht das Wasser dort knöchelhoch. Die Feuerwehr ist bereits im Einsatz.

+++ Wir hier für Sie nochmal zusammengestellt, in welchen bayerischen Landkreisen heute kein Unterricht stattfindet: Passau Stadt, Landkreis Passau, Straubing Stadt, Landkreis Straubing-Bogen, Landkreis Deggendorf, Landkreis Dingolfing-Landau, Landkreis Kelheim, Landkreis Rottal-Inn, Landkreis Landshut und im Stadtgebiet Landshut (alle Niederbayern). Auch in den Landkreisen Altötting und Mühldorf (beide Oberbayern), im Stadtgebiet Amberg, im Stadtgebiet und Landkreis Regensburg, Landkreis Schwandorf und Landkreis Amberg-Sulzbach (alle Oberpfalz) gab es schulfrei.

+++ Am Dienstagmorgen kam es erneut zu zahlreichen Verkehrsunfällen in Bayern, besonders in Niederbayern und der Oberpfalz. „Es kommen quasi minütlich neue Unfälle rein“, sagte ein Polizeisprecher über die Oberfalz. Die Beamten zählten dort bereits um 7.00 Uhr mehr als 80 Unfälle; die Polizei in Niederbayern meldete etwa 20.

In den meisten Fälle gingen die Unfälle weitestgehend glimpflich aus und endeten mit Blechschäden. Allerdings wurden auch mehrere Menschen leicht verletzt, wie die Polizeisprecher berichteten. Die Beamten appellierten an die Bürger, das Auto stehen zu lassen, und gehen von weiteren Unfällen am Vormittag aus. „Wir sind erst am Anfang, da wird sicher noch einiges kommen“, sagte ein Polizeisprecher.

Schulausfall in Bayern: Diese Schulen sind betroffen

+++ Wie der Radiosender B5 Aktuell berichtet, falle auch in der Stadt Straubing, im Landkreis Straubing-Bogen und im Landkreis Deggendorf der Unterricht an Schulen aus. In Oberbayern seien zudem alle Schulen in den Landkreisen Mühldorf am Inn und Altötting betroffen.

+++ Des Weiteren sollen die Schulen am Dienstag auch in der Stadt sowie im Landkreis Regensburg, Landkreis Schwandorf, in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach ausfallen. Des Weiteren seien Schulen in der Stadt sowie im Landkreis Passau und im Landkreis Dingolfing/Landau davon betroffen. 

+++ „In den frühen Vormittagsstunden ist weiterhin gefrierender Regen zu erwarten“, heißt es in einer DWD-Mitteilung von Montagabend. Der DWD geht in den betroffenen Gebieten von Glatteis über den gesamten Vormittag aus. Erste bayerische Landkreise reagierten bereits auf die Unwetterwarnung: Überall im niederbayerischen Kelheim fällt witterungsbedingt der Schulbetrieb aus. Das teilte das zuständige Landratsamt am Dienstagmorgen mit. 

Vollsperrung der A3 in Richtung Regensburg

+++ In der Nacht zu Dienstag verursachte der Eisregen in Niederbayern mindestens 40 Unfälle. Den Angaben zufolge wurden insgesamt fünf Personen leicht verletzt. Weil ein Lkw-Fahrer zwischen Bogen und Straubing die Mittelplanke durchfuhr, musste die A 3 für mehr als eineinhalb Stunden in Richtung Regensburg komplett gesperrt werden. Verletzt wurde dabei niemand.

+++ Im Fichtelgebirge, dem Oberpfälzer Wald und im oberen Bayerwald kann es in der Nacht leicht schneien, bis zu 10 cm werden erwartet. Im Bayerischen Wald und im Berchtesgardener Land kann sich in den Morgenstunden erneut gefährliches Glatteis bilden. Für das Allgäu gibt es außerdem eine amtliche Unwetterwarnung vor starkem Regen. 

+++ Der starke Regen mit Glatteisgefahr wird vor allem in den Regionen Passau und Regensburg erwartet. Dort soll es bis zum Dienstagnachmittag 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter gießen.  

Montag: Vor allem in Unterfranken kämpften Autofahrer gegen das Glatteis

+++ Im aktuellen Gefahrenlagenbericht (Montag, 30. Januar, 16 Uhr) warnt der Deutsche Wetterdienst vor gefrierendem Regen und Unwetter in der Nacht auf Dienstag. Besonders der Osten und die Mitte Bayerns ist davon betroffen. 

+++ Der deutsche Wetterdienst warnt dieser Tage allerdings nicht nur vor Blitzeis. Die steigenden Temperaturen sorgen nämlich für Tauwetter - im Landkreis Miesbach kann es daher zu Überflutungen kommen. 

+++ Gefährlich glatte Straßen nach Blitzeis haben zum Wochenbeginn den Verkehr in Teilen Bayerns stark behindert. Vor allem in Unterfranken kämpften Autofahrer am Montagmorgen mit Glatteis

+++ Bis zum Montagvormittag ereigneten sich an die 120 Verkehrsunfälle. Bei mehr als zehn Unfällen gab es Verletzte. 

+++ Selbst Räumfahrzeuge und Polizeiautos kamen bei dem Blitzeis am Montag ins Rutschen. In Würzburg gab es zwei Unfälle mit Räumfahrzeugen und ein Streifenwagen im Einsatz rutschte in eine Unfallstelle.

+++ Der Wetterdienst meldet: Allmählich lässt der Schneefall nach, an den Alpen und im Alpenvorland stellt sich Tauwetter ein. Bis Mittwochmittag sagt der Deutsche Wetterdienst dort Regen vorher. Die Schneefallgrenze steigt auf 1500 Meter. 

Im Video: Blitzeis im Osten Bayerns

dpa/js/sr/mt/snackTV

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