Nichtraucher-Bündnis kritisiert Ausnahmeregelung

München - Der Streit um konsequenten Nichtraucherschutz im Freistaat geht in die nächste Runde: Nachdem die Ausnahmeregelung für geschlossene Gesellschaften bekannt wurden, hagelt es Kritik:

Die geplanten Ausnahmen vom künftigen strikten Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie sorgen weiter für Streit. Die Initiatoren des Nichtraucher-Volksbegehrens kritisierten am Donnerstag, die Vollzugshinweise des Gesundheitsministeriums zu dem neuen Gesetz widersprächen dem Ergebnis des Volksentscheids. Diese könnten das Ziel eines umfassenden Nichtraucherschutzes aushebeln, hieß es in der Mitteilung des Bündnisses “Ja zum Nichtraucherschutz“.

“Absehbar ist schon heute, dass der seit Jahren andauernde Streit um einen umfassenden Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens in eine neue Runde geht“, erklärten Vertreter von SPD, Grünen, ÖDP, von Nichtraucher- und Ärzte-Initiativen. Die Detailregelungen des Ministeriums zum neuen Rauchverbot sehen vor, dass bei privaten Familienfeiern in der Gastronomie auch weiterhin gequalmt werden darf, also etwa bei Taufen, Geburtstagen oder Hochzeiten.

dpa

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