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Ein Passagierschiff fährt am Montag nahe Mariaposching (Niederbayern) auf der Niedrigwasser führenden Donau an einer ausgetrockneten Sandbank vorbei.

Niedrigwasser beeinträchtigt Schiffahrt

Regensburg/München - Nach der wochenlangen Trockenheit sind die Pegelstände an den meisten bayerischen Flüsse stark gesunken. Das beeinträchtigt die Schifffahrt. 

Die anhaltende Trockenheit behindert zunehmend die Binnenschifffahrt auf der Donau in Ostbayern. An zahlreichen Stellen herrsche derzeit Niedrigwasser, sagte eine Sprecherin des Niedrigwasser-Informationsdienstes des bayerischen Landesamtes für Umwelt am Dienstag in München. Dramatisch sei die Situation aber nicht. Es handele sich um ein mittleres Niedrigwasser.

Im Hafen Regensburg müssten derzeit mehr Frachter als üblich einen Teil ihrer Ladung abladen, um weniger Tiefgang zu haben, sagte ein Hafenmeister am Dienstag. An vielen Stellen der Donau sei die Fahrrinne flacher und weniger breit als normal. “Unproblematisch ist es an den stauregulierten Bereichen der Donau“, betonte Helmut Rubenbauer vom Wasser-und Schifffahrtsamt in Regensburg.

Lediglich zwischen Straubing und Vilshofen führe die Donau sehr wenig Wasser. Da jedoch für Mitte dieser Woche Gewitter angesagt sind, könnte sich die Situation wieder verbessern. Eine sehr niedrigen Wasserstand melden dagegen die Isar-Pegel Landshut und München sowie die Amper-Messpunkte Inkofen, Fürstenfeldbruck, Grafrath und Stegen.

Ganz anderes stellt sich die Situation auf dem Main dar: “Durch die Stauregelung ist für die Schifffahrt keine Beeinträchtigung zu erkennen“, sagte ein Sprecher der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd in Würzburg am Dienstag. “An den Wehranlagen wird das Wasser zurückgestaut und garantiert einen gleichbleibenden Tiefgang.“ Das gelte für den gesamten Main.

Sylvensteinspeicher von der Trockenheit betroffen

Von der Trockenheit beeinflusst ist auch die Wassermenge des Sylvensteinspeichers nahe dem oberbayerischen Lenggries. Der künstliche See habe aber noch genügend Reserven, um auch einer längeren Trockenperiode zu trotzen, teilte das Wasserwirtschaftsamt Weilheim am Dienstag mit. Der Wasserspeicher halte bei einer Trockenperiode 30 Millionen Kubikmeter als eine Art Notration bereithält, um die Region ausreichend zu versorgen. “Erst 7 Millionen Kubikmeter haben wir bis jetzt abgegeben“, sagte Tobias Lang von der Behörde.

 Im Extremfall könne der See auch bis zu 40 Millionen Kubikmeter weiterreichen, ergänzte Lang. “Das schaffen wir ganz locker.“ Im sogenannten Jahrtausendsommer 2003 habe die Trockenheit wesentlich länger gedauert. Und auch im Frühjahr 2007 sei eine große Wassermenge aus dem Sylvensteinsee abgegeben worden. Schließlich fließe ständig Wasser zu. Die derzeitige Trockenheit sei normal. Der Sylvensteinsee bietet den Bewohnern des Isartals seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1959 Schutz vor Hochwasser. Dies kommt auch den Bewohnern in Bayerns Landeshauptstadt München zugute. In Trockenzeiten versorgt der See den Fluss mit ausreichend Wasser.

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