Alte Tradition

Große Geschenke statt Nüsse und Äpfel vom Nikolaus

München - Früher gab es Nüsse oder Äpfel, heute passen die Geschenke vom Nikolaus oft gar nicht mehr in den Stiefel. Manches ist trotzdem noch so wie zu Oma und Opas Zeiten.

Allen Veränderungen zum Trotz: Eines ist schon seit Jahrhunderten gleich: Der Nikolaus gilt als ein barmherziger Mann, der Gutes tut.

"Dass der Nikolaus als unsichtbarer Gabenbringer unbemerkt etwas einlegt, entstand im Mittelalter in den Klosterschulen und geht auf die Jungfrauenlegende zurück: dass er drei armen Jungfrauen goldene Äpfel hingelegt hat, damit sie sich standesgemäß verheiraten können", erklärt Kulturwissenschaftlerin Annegret Braun im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Seit dem 17. Jahrhundert kommt der Nikolaus auch in die Häuser, um Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen. Bis heute ist der Nikolaus "ein Erziehungsmittel, wenn auch in abgeschwächter Form", wie Annegret Braun erläutert.

Anstatt des angsteinflößenden Krampus wird der Bischof häufig von Engeln begleitet. Die Erziehung folgt eher über die Belohnungen, die die Kinder vom Nikolaus bekommen. Mittlerweile hat er immer öfters große Geschenke dabei: "Früher hat man nur Nüsse oder Äpfel oder nützliche Dinge bekommen. Heute gibt es zum Teil richtig große Geschenke", sagt Annegret Braun. Der Nikolaustag sei deshalb wie ein Geschenkfest vor Weihnachten, findet sie.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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