Nordbayern: Bund Naturschutz gegen Kunstschnee

Tettau/Nürnberg - Im Zuge des Klimawandels drohen den Skigebieten in Nordbayern immer öfter Winterwochen ohne Schnee und mit milden Temperaturen.

Doch künstliche Beschneiung ist nach Ansicht des Bund Naturschutz (BN) keine Lösung. „Wir meinen, man sollte den Tourismus umstellen und auf keinen Fall weitere Schneekanonen installieren“, sagte Tom Konopka, Regionalreferent des BN für Mittel- und Oberfranken. Beschneiung sei „vergebliche Liebesmüh'“.

Schneekanonen seien schlecht für die Umwelt, der Energieverbrauch der Pumpen sei hoch, Wasser werde vergeudet, man müsse baulich in die Landschaft eingreifen und die Vegetation auf den beschneiten Hängen nehme Schaden. Auch wirtschaftlich lohne sich die Investition in der Regel nicht, da auch Liftanlagen und Geräte zur Pistenpräparation installiert und gewartet werden müssten. „Es ist keine gute Idee, noch mehr Geld in künstliche Beschneiung zu investieren“, sagte Konopka. Kunstschnee zu produzieren sei ein „Hinterherarbeiten“. Die Entwicklung, dass es immer weniger Schnee und kalte Tage gebe, sei nicht mehr aufzuhalten. Die betroffenen Regionen bräuchten stattdessen neue touristische Konzepte.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Friederike“: Pausenlose Einsätze für Feuerwehr und Polizei in Bayern
Sturmtief Friederike erreichte Bayern - genau zum Jahrestag von Orkan Kyrill aus dem Jahr 2007. In unserem Newsblog halten wir Sie auf dem Laufenden.
„Friederike“: Pausenlose Einsätze für Feuerwehr und Polizei in Bayern
Arbeiten mit Gegenwind: Diese Bayern trotzten „Friederike“
Wer am Donnerstag draußen schuften musste, war nicht zu beneiden. Vier Menschen haben uns verraten, wie sie ihren Arbeitstag mit Gegenwind erlebt haben.
Arbeiten mit Gegenwind: Diese Bayern trotzten „Friederike“
Rauschgiftfahnder nehmen neun Tatverdächtige fest
Nach einer Razzia im Drogenmilieu in Unterfranken haben Rauschgiftfahnder neun Tatverdächtige festgenommen. Bei der Aktion wurden zwölf Wohnungen durchsucht.
Rauschgiftfahnder nehmen neun Tatverdächtige fest
Während Evakuierung in Augsburg: Mann blieb und soll geklaut haben
Am 25. Dezember 2016 mussten 54 000 Augsburger ihre Wohnungen in der Altstadt für die größte Bomben-Evakuierung der Nachkriegszeit verlassen. Die Zeit nutzte Seref B. …
Während Evakuierung in Augsburg: Mann blieb und soll geklaut haben

Kommentare