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Wandern im Herbst ist bei vielen Urlaubern eine der beliebtesten Aktivitäten, wie hier im Allgäu. Das Wetter in den nächsten Tagen eignet sich dafür hervorragend: In Lagen ab gut 900 Metern Höhe wird es sonnig und warm. 

Bergbahnen verlängern die Saison

Der November wird zum Wander-Monat

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München – Wanderfans können sich im November nochmal austoben: In den Bergen wird es sonnig und warm. Einige Bergbahnen haben reagiert und verlängern die Saison. Hüttenwirte können das nicht.

Die Wanderschuhe bekommen noch ein paar Tage Schonfrist bis zum Winterschlaf. Die Sonne sorgt in Südbayern in den kommenden Tagen noch einmal für mehrere schöne Herbsttage – zumindest in den höheren Lagen. Eine perfekte Gelegenheit zum Spazierengehen und Wandern in den Bergen. Denn im Tal, da kann’s ungemütlich bleiben.

„Wir haben eine stabile Hochdruckwetterlage“, sagt Diplom-Meteorologe Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst in München. Das heißt: Es bleibt trocken, und zwar nicht nur am Wochenende, sondern mindestens die ganze nächste Woche. In den Niederungen und den Flusstälern wird laut Wünsche aber häufig der Nebel hängen. Im östlichen Teil Bayerns gebe es dagegen gebietsweise auch blauen Himmel. Im Gebirge, in Lagen ab gut 900 Metern, reißt die Wolkendecke ebenfalls auf. „Da wird es mit zehn bis 15 Grad richtig angenehm in der Sonne“, sagt der Wetterexperte. „Das ist ideal zum Wandern.“

Die Wandersaison endet eigentlich im Lauf der zweiten Oktoberhälfte. Den Trend zu recht hohen Temperaturen im Herbst stellen Meteorologen aber schon seit einigen Jahren fest. Einige Bergbahnen haben deswegen heuer länger geöffnet. „Wir haben die Saison verlängert“, sagt zum Beispiel ein Mitarbeiter der Laber Bergbahn in Oberammergau. Wegen der Herbstferien könnten die Gäste noch bis Mitte November täglich auf den Aussichtsberg im Ammertal gondeln.

Auch die Taubenstein Kabinenbahn am Spitzingsee ist heuer länger in Betrieb als sonst: bis 8. November und anschließend an allen schönen Wochenenden bis zum Monatsende. Die Skiabfahrt wird im Winter dort nämlich ausschließlich den Tourengehern überlassen, sagt eine Sprecherin der Spitzingsee Alpenbahnen. „Die Revisionsarbeiten führen wir deswegen im Dezember durch, weil es keinen Liftbetrieb geben wird.“ Die Sesselbahnen zum Stümpfling und auf die Sutten haben derweil schon geschlossen – damit sie pünktlich zum Start der Skisaison wieder in Betrieb gehen. Die Brauneck- und die Wallbergbahn sperren wegen der Revisionsarbeiten am 8. November zu.

Wer spontan zu einer Wanderung aufbricht, sollte sicherheitshalber genügend Brotzeit mitnehmen. Viele Hütten haben nämlich im November trotz der guten Wetterprognosen schon geschlossen. Bei Hütten in hochalpinen und mittleren Lagen hätten die Wirte sonst das Risiko festzusitzen, falls es doch einen Tag schneit, erklärt Andrea Händel vom Deutschen Alpenverein (DAV). Zudem würden viele Pächter ihren Jahresurlaub im November und Anfang Dezember nehmen. „Und den wollen sie nicht auf der eigenen Hütte verbringen, wo sie schon das ganze Jahr über sind.“ Einige würden stattdessen zu befreundeten Sherpas nach Nepal reisen. Solche Pläne lassen sich nicht kurzfristig umschmeißen.

Geöffnet haben in den nächsten Tagen beispielsweise noch das Kreuzeckhaus im Wetterstein, die Albert-Link-Hütte sowie die Lenggrieser Hütte, das Brauneckgipfelhaus und das Rotwandhaus in den Bayerischen Voralpen. Allzu groß wird der Andrang aber nicht, prognostiziert der DAV. „Da sind weniger die Hobbywanderer unterwegs, sondern diejenigen, die das ganze Jahr auf Tour sind.“

Geöffnete Hütten

Eine Übersicht zeigt der DAV auf www.alpenverein.de.

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