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Es wird größer: Der Freistaat finnaziert den Ausbau des NS-Dokumentationszentrums Obersalzberg.

Freistaat zahlt Ausbau

Mehr Platz für die NS-Dokumentation

Obersalzberg - Der Ausbau des NS-Dokumentationszentrums auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden ist gesichert: Der Freistaat Bayern finanziert das Projekt. Die Kosten sind enorm.

Der Freistaat Bayern werde das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 17 Millionen Euro alleine finanzieren, teilte Finanzminister Markus Söder (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München mit. Im Doppelhaushalt 2013/2014 seien dafür bereits 1,8 Millionen Euro eingestellt, Baubeginn sei frühestens 2015. Die Finanzierung war lange ungeklärt - der Bund hatte eine Beteiligung an dem Projekt abgelehnt, obwohl er es grundsätzlich befürwortet. Der Freistaat werde damit seiner historischen Verantwortung gerecht, sagte Söder.

Die Dokumentationsstelle Obersalzberg besteht seit 1999 und stellt eine bundesweit und international bedeutende Einrichtung der Aufarbeitung der NS-Zeit dar. Die Resonanz der breiten Öffentlichkeit übertraf die Erwartungen von Anfang an bei weitem: Konzipiert war die Ausstellung ursprünglich für 30 000 bis 40 000 Gäste pro Jahr. Inzwischen besuchen rund 160 000 Menschen jedes Jahr das Museum, das die Aktivitäten Hitlers und anderer Mitglieder der NS-Führung in ihren Feriendomizilen auf dem Berg dokumentiert.

Mit dem Ausbau soll das Zentrum von derzeit 1000 auf 2500 Quadratmeter Nutzfläche mehr als verdoppelt werden. Die Dauerausstellung soll unter anderem mit moderner Medientechnik und weiteren Informationstafeln aufbereitet werden. Mit zusätzlichen Veranstaltungen und Seminaren soll gerade bei Jugendlichen das Bewusstsein für die historische Verantwortung vertieft werden. Ziel bleibt nach wie vor die Entmystifizierung des Obersalzbergs als ehemaligem zweiten Regierungssitz während der NS-Zeit, hieß es. Die Geschichte des nahe gelegenen Berghofes soll deshalb thematisch stärker in die Dauerausstellung einbezogen werden.

Träger der Dokumentationsstelle Obersalzberg ist die Berchtesgadener Landesstiftung. Den Betrieb der Dokumentationsstelle hat der Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee übernommen. Die wissenschaftliche, museumsfachliche und museumspädagogische Betreuung liegt beim Institut für Zeitgeschichte München-Berlin.

dpa

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