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Hier war Adolf Hitler 1924 inhaftiert: die JVA Landsberg.

Machbarkeitsstudie abgesegnet

NS-Erinnerungsort in Landsberg geplant

Landsberg am Lech - Ein Ort, der die NS-Vergangenheit der Stadt behandeln soll, ist in Landsberg am Lech in Planung. Die Leitung soll Thomas Goppel (CSU) übernehmen.

In Landsberg am Lech werden die Planungen für eine NS-Dokumentation konkreter. Der Stadtrat segnete am Mittwochabend eine Machbarkeitsstudie ab, die mögliche Standorte für einen Erinnerungsort über die NS-Vergangenheit der knapp 30 000 Einwohner zählenden Kommune prüfen soll. Zudem beschloss das Gremium nach Angaben aus dem Rathaus vom Donnerstag einstimmig, dass ein Arbeitskreis zur Schaffung eines inhaltlichen Konzeptes samt Kostenschätzung für die Dokumentation gegründet wird.

Leiten soll die Gruppe der frühere bayerische Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU), der nahe Landsberg am Lech wohnt. Wann das Gebäude mit der Dokumentation errichtet und eröffnet wird, sei völlig offen, hieß es.

Im Landsberger Gefängnis saß Adolf Hitler 1924 wegen Hochverrats ein, nachdem er bereits Ende 1923 in Untersuchungshaft gekommen war. Er verfasste dort Teile seiner Hetzschrift „Mein Kampf“. Nach dem Zusammenbruch des Nazi-Regimes waren in dem Gefängnis teils prominente NS-Kriegsverbrecher inhaftiert. Etliche von ihnen wurden nach ihrer Verurteilung zum Tode dort hingerichtet. Rund um Landsberg gab es auch mehrere Außenlager des Konzentrationslagers Dachau.

dpa

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