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Josef Scheungraber

Kriegsverbrecher bezeichnet Gericht als "Saustall"

München - Der als NS-Kriegsverbrecher zu lebenslanger Haft verurteilte ehemalige Wehrmachtsoffizier Josef Scheungraber hat sich empört über den Schuldspruch geäußert.

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Scheungrabers Anwälte legen Revision ein

Der 90-Jährige sprach im Bayerischen Rundfunk von “Schwindel“ und einem “Saustall sondersgleichen“. Er sagte in einem Interview für das Fernsehmagazin “Kontrovers“ in seinem Heimatort Ottobrunn: “Die können mich nicht einsperren. Weil der ganze Schmarrn verlogen und erstohlen ist. Jetzt müssen sie wieder von vorn anfangen.“ Scheungraber, der das Verbrechen bestreitet, will Revision gegen das Urteil einlegen. Am Dienstag hatte ihn das Landgericht München wegen Mordes an zehn italienischen Zivilisten verurteilt.

Demnach hatte er im Juni 1944 als Kompanieführer des Gebirgs-Pionier-Bataillons 818 befohlen, ein Bauernhaus in Falzano di Cortona in der Toskana in die Luft zu sprengen. Der 90-Jährige kritisierte weiter: “Wenn ich mir diese Richter da droben anschaue, da war vor 65 Jahren noch keiner auf der Welt. Die sind ja alle erst 55. Was haben die für eine Ahnung vom Krieg, von Nationalsozialismus, vom Dritten Reich?“ 

ap

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