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Blick auf die Zeppelintribüne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Das Nazi-Relikt aus Kalkstein bröckelt an zahlreichen Stellen. Die geplante Instandhaltung des Baus durch die Stadt Nürnberg ist ein langwieriges und teures Unterfangen.

Stadt Nürnberg will die historischen Bauten erhalten

NS-Relikte: Probe-Sanierung am Zeppelinfeld

Nürnberg - Erhalten, aber nicht rekonstruieren: Die Stadt Nürnberg hat auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände der Nationalsozialisten mit Probe-Sanierungen begonnen.

Auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände der Nationalsozialisten in Nürnberg haben am Montag Probe-Sanierungen begonnen. Die historischen Bauten sollen in ihrem heutigen Zustand erhalten werden, um als authentischer Lernort deutsche Geschichte zu vermitteln, wie die Stadt mitteilte. Die Verantwortlichen wollen den Verfall stoppen, streben aber keine Rekonstruktion an. „So ist beabsichtigt, die Zeppelinhaupttribüne und das Zeppelinfeld mit seinen Türmen und Wallanlagen soweit zu ertüchtigen, dass diese größten baulichen Zeugnisse der NS-Staats- und Parteiarchitektur gefahrlos zu betreten sind“, hieß es.

Am Montag begann die bauliche Instandsetzung zweier Musterflächen. Die Arbeiten an der Tribüne und einem Abschnitt der Wallanlage sollen zum einen die besten Sanierungsmethoden aufzeigen. Zum anderen sollen belastbare Zahlen ermittelt werden, wie teuer die Sanierung der Gesamtanlage werden dürfte. Nach groben Prognosen aus dem Jahr 2009 könnte sie 60 bis 75 Millionen Euro kosten. Für die Instandsetzung der Musterflächen hat der Stadtrat drei Millionen Euro in den Haushalt eingestellt. Einige Architekten und Historiker fordern den kontrollierten Verfall der Anlage.

dpa

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