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Nürnberg erstrahlt blau.

Trotz des kalten Wetters

Nürnberg: 130.000 Besucher bei der „Blauen Nacht“

Nürnberg - Auch das kalte Wetter konnte der „blauen“ Kulturnacht in Nürnberg nichts anhaben: Etwa 130.000 Besucher zog es am Wochenende zu den zahlreichen Ausstellungen, Installationen und Konzerten.

Es war ziemlich kalt, aber wenigstens trocken - Glück für die Besucher der „Blauen Nacht“ in Nürnberg. Etwa 130.000 Menschen bevölkerten am Samstagabend die Straßen der Nürnberger Altstadt. „Die Außenpräsentationen waren sehr gut besucht und die Häuser waren proppenvoll“, sagte Christel Paßmann von der Stadt Nürnberg am Sonntag.

Bei der 15. Ausgabe der Kunst- und Kulturnacht erstrahlten zahlreiche Straßen und Gebäude in blauem Licht, unter anderem die Fassade der Staatsoper, des Hauptbahnhofes, des neuen Heimatministeriums und der Kaiserburg. Bis spät in die Nacht öffneten mehr als 70 Museen, Theater, Clubs, Kneipen und andere Kultureinrichtungen für etwa 250 Ausstellungen, Installationen, Tanzaufführungen, Lesungen und Konzerte ihre Pforten.

Eine besondere Illumination ließ sich die Nürnberger Künstlerin Anna Bittersohl einfallen. Von Einbruch der Dunkelheit an projizierte sie selbstgestaltete „Träume des Mr. Who“ auf die Mauern der Kaiserburg. Im kräftigen Grün erstrahlte der Burggarten dahinter, der in eine 500 Quadratmeter große grüne Traumwiese verwandelt wurde. Die Künstlerin dieses Werks, Petra Krischke, brachte auch frischen Wind in den Historischen Rathaussaal: Dort wurde ein Windpark installiert.

Weitere Höhepunkte waren ein gemeinsames Konzert der Staatsphilharmonie Nürnberg und der Salsaformation Conexion Latina sowie eine Installation von Studenten der TU München, die den Hauptmarkt mit Marktschirm-Skeletten und Plastiktüten-Kronen in eine „Waldplastik“ verwandelten. Als Appetithappen auf die anstehende Internationale Orgelwoche und die Internationalen Gluck-Opern-Festspiele wurde verschiedene Konzerte aufgeführt.

In diesem Jahr stand die „Blaue Nacht“ unter dem Motto „Sehnsucht“. Inspiriert haben dazu die Stadt die vielen Gedenktage bekannter Persönlichkeiten wie Michelangelo, Galileo Galilei, Alexander von Humboldt oder Christoph Willibald Gluck. „Sie alle stehen für die Sehnsucht nach Freiheit oder die Entdeckung von Neuland“, erklärte Projektleiterin Paßmann. Als weiterer Höhepunkt und Zeichen unerfüllter Sehnsucht stiegen 4444 Luftballons in den Nachthimmel.

dpa

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