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Die Sanierung des Reichsparteitagsgeländes soll für mehr Stabilität sorgen.

Vorbereitung auf die Sanierung

Reichsparteitagsgelände wird neu vermessen

Nürnberg - Nürnberg plant die Sanierung des Reichsparteitagsgeländes - zunächst sollen die Steintribünen jedoch mithilfe von Satellitentechnik exakt vermessen werden.

Teile des früheren Nürnberger Reichsparteitagsgeländes sollen mit Satellitentechnik neu vermessen werden. Vermessungstechniker hätten am Montag damit begonnen, von der Zeppelintribüne und der ehemaligen NS-Kongresshalle millimetergenaue Pläne und digitale Modelle zu erstellen, erläuterte der bayerische Finanzminister und oberste Chef der Vermessungsverwaltung, Markus Söder (CSU). Das Zeppelinfeld zu Füßen der Tribüne hatte den Nationalsozialisten einst als Schauplatz für Propaganda-Inszenierungen gedient.

Die exakte Vermessung soll die Grundlage für die von der Stadt Nürnberg geplante Sanierung der 360 Meter langen Steintribüne bilden. Nürnberg schätzt die Sanierungskosten des NS-Propaganda-Bauwerks auf 60 bis 70 Millionen Euro. Der Nürnberger Oberbürger Ulrich Maly (SPD) will an diesem Donnerstag (29. August) das Instandsetzungskonzept vorstellen.

Angst um weitere Schäden an den Tribünen

„Dank der exakten digitalen Pläne können die mit der Sanierung beauftragten Ingenieure an ihren Computern sofort mit der Planung beginnen“, erläuterte Söder. Die millimetergenaue Erfassung der beiden Nazi-Bauten liefere unter anderem Daten zur Stabilität. Die Kosten von rund 15.000 Euro für die Vermessung will der Freistaat der Stadt Nürnberg zunächst erlassen.

Die Stadt Nürnberg beklagt seit Jahren den maroden Zustand der Zeppelintribüne. Die Fassaden des Monumentalbaus bröckelten. Ohne eine baldige Sanierung seien weitere Schäden an dem Bauwerk zu befürchten. Das Problem sei, dass bei einer Sprengung der Säulengalerie im Jahr 1967 die Abdeckung der darunterliegenden Gebäude zerstört worden seien. Regenwasser könne daher ungehindert in das Innere sickern.

dpa

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