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Arbeitsmarkt

„Höchst erfreuliche Entwicklung“

Arbeitslosigkeit in Bayern auf Rekordtief: Das sind die Gründe

Auf dem bayerischen Arbeitsmarkt ist von Vereunsicherung derzeit nichts zu spüren. Der läuft weiter rund und überrascht mit immer neuen Rekorden.

Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Mai auf ein neues Rekordtief gesunken. Mit 202.461 rutschte sie auf den niedrigsten Stand seit Juni 1991, berichtete eine Sprecherin der bayerischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg. Damit gab es im Freistaat zuletzt 10.479 arbeitslose Frauen und Männer weniger als im April und 18.588 weniger als vor einem Jahr.

Auch die Arbeitslosenquote lag im Mai auf einem historischen Tief. „Mit 2,7 Prozent haben wir die niedrigste Quote seit 1994“, berichtete Regionaldirektionschef Ralf Holtzwart. 1994 war in den Bundesländern die Berechnung der Arbeitslosenquote geändert worden; deshalb gilt hier der Wert von 1994 als Maßstab.

Die aktuellen Zahlen zeigen nach Holtzwarts Einschätzung, dass der Arbeitsmarkt in Bayern seine „höchst erfreuliche Entwicklung“ weiter fortsetzt. Sowohl die Arbeitslosenzahl als auch die Beschäftigung und die Nachfrage nach Arbeitskräften zeigten die positive Lage, betonte er. Auch die bei den Jobcentern registrierten Arbeitslosen hätten zuletzt von der guten Entwicklung profitiert, besonders stark aber junge Jobsucher bis 25 Jahre, hob Holtzwart hervor.

„Unternehmen suchen in erehblichem Maß“

Rechnet man allerdings noch die Arbeitssuchenden hinzu, die derzeit auf Vermittlung der Arbeitsagenturen Aus- und Fortbildungen absolvieren, gab es im Mai rund 96.400 mehr Arbeitslose - nämlich 298.900, räumt die BA-Regionaldirektion ein. Das seien aber 26.800 weniger als vor einem Jahr. Wegen der guten Arbeitsmarktlage hätten die Jobvermittler in Bayern die Förderung von Arbeitslosen in den vergangenen Monaten etwas runtergefahren.

Ein Hinweis auf die weiterhin rund laufende Konjunktur ist nach Einschätzung des bayerischen BA-Chefs vor allem die hohe Zahl von knapp 130.000 freien Stellen. Allein im Mai hätten Betriebe den Arbeitsagenturen und Jobcentern 33.300 neue Stellen gemeldet. „Die Unternehmen suchen in erheblichem Maß Arbeitskräfte“, betont Holtzwart in einer Mitteilung. Gesucht würden zusätzliche Arbeitskräfte vor allem vom Handel, der Industrie, aber auch von Zeitarbeitsunternehmen.

Aufwärtstrend erfasst viele Branchen

Dass die bayerische Wirtschaft weiter Jobmotor bleibe, zeige auch die Beschäftigtenstatistik - das statistische Spiegelbild zur Arbeitslosenstatistik: Nach Hochrechnungen waren zuletzt im März 5,545 Millionen Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Da sind 139.300 oder 2,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Von dem Aufwärtstrend seien fast alle Branchen erfasst.

Regional verzeichnet weiterhin die Oberpfalz mit einer Quote von 2,4 Prozent die bayernweit geringste Arbeitslosigkeit. Vollbeschäftigung, von der Arbeitsmarktforscher in der Regel bis zu einer Quote von 3,0 Prozent sprechen, herrschte auch in Niederbayern (2,5 Prozent). Schwaben (2,5 Prozent), Unterfranken (2,6 Prozent), Oberbayern (2,7 Prozent) und Oberfranken (3,0 Prozent). Den größten Anteil Arbeitsloser hat weiterhin Mittelfranken mit einer Quote von 3,4 Prozent.

Lesen Sie auch: Rekord-Mai mit gravierenden Folgen für Bayern - so heftig kracht's im Freistaat

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