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Vor diesem Café ist ein Mann am Sonntagabend in Nürnberg mit seinem Wagen in eine Gruppe von Gästen gefahren und hat dabei drei Männer verletzt.

Polizei vermutet Absicht

Mann fährt drei Cafébesucher um: Mordkommission ermittelt 

Nürnberg - Schock in einem Nürnberger Lokal: Am Sonntagabend kommt mit hoher Geschwindigkeit ein Auto an. Es rast über den Gehweg in eine Gruppe Gäste. Drei Männer werden verletzt. Die Polizei geht von einer absichtlichen Tat aus, die Mordkommission ermittelt.

Ein Autofahrer ist am Sonntagabend vor einem Lokal in Nürnberg mit seinem Wagen in eine Gruppe von Gästen gefahren und hat dabei drei Männer verletzt. Ein 37-Jähriger schwebte danach in Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher am Abend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der 42-jährige Fahrer absichtlich gehandelt hat. Die Mordkommission ermittle daher wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Der Mann sollte noch am Abend vernommen werden.

Politische Hintergründe schließen die Ermittler nach bisherigen Erkenntnissen ebenso aus wie medizinische Ursachen oder einen Verkehrsunfall. Die genauen Motive seien aber noch nicht bekannt. Möglicherweise sei es bei der Tat um eine Sache zwischen dem Fahrer und den drei verletzten Gästen gegangen. Die drei Verletzten und der Fahrer sollen sich nach Auskunft der Polizei gekannt haben.

Das Lokal liegt an einer etwas größeren Straßenkreuzung. Etwa zehn Besucher saßen nach Polizeiangaben gegen 18.45 Uhr an den Tischen auf dem Gehweg, als das Auto angerast kam und die drei Männer umfuhr. Danach bot sich ein Bild der Verwüstung: Stühle lagen kreuz und quer, dazwischen Plastikflaschen, Ketchupspritzer und Sitzpolster. Auch ein Stromverteilerkasten lag aus der Verankerung gerissen auf dem Gehweg.

Nach Angaben von Zeugen habe der Fahrer kurz vor dem Aufprall wohl noch einmal beschleunigt, sagte der Polizeisprecher. Anschließend habe er seinen Wagen zurückgesetzt und sei davongefahren. Wenige Hundert Meter weiter konnte der Flüchtige aber festgenommen werden.

dpa

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