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Der Bahnübergang bei Nürnberg ist für die Bewohner eine Dauerbelastung.

Bis zu 86 Dezibel

Bahnübergang als Dauerbelastung - Bewohner kapitulieren

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Ein Bahnübergang ist für die Anwohner zur Dauerbelastung geworden und bringt Einschränkungen für sie. Nun wehren sie sich.

Das Leben am Bahnübergang ist für die Bewohner des Ortes Hohenstadt seit knapp einem Jahr zur Zerreißprobe geworden. Wer direkt neben dem Übergang wohnt, hält die Belastung kaum aus. Denn täglich bimmelt es knappe 4000 Mal.

Der Bahnübergang: Seit 2018 eine Belastung

Das Dilemma begann im Mai 2018, als in Hohenstadt und im Nachbarort Eschenbach im Landkreis Nürnberg, drei Bahnübergänge neu ausgestattet wurden. Sie erhielten eine Anlage, um die Passierenden vor dem Schließen der Schranke und ankommenden Zügen zu warnen. Das Ergebnis: Bei jedem durchfahrenden Zug bimmelt es 23 Mal. "Der Ton ist gewaltig, er ist durchdringend, der geht sogar durch Schallschutzfenster durch“, berichtet Erich Pemsel, der seinen Garten direkt am Bahnübergang hat bei news5.

Der Signalton an der Schranke ist nicht ohne. Er kann eine Lautstärke von bis zu 86 Dezibel erreichen, wie Messungen der Bewohner zeigten. Das ist etwa so viel, wie eine Hauptverkehrsstraße, zeigt hoerex.de. Und das nicht nur ein paar Mal am Tag. „Es klingelt ab halb fünf am Morgen durchgehend“, berichtet Erich Pemsel. Etwa 4000 Mal am Tag.

Bahnübergang bringt Einschränkungen für die Bewohner

Für Pemsel und seine Nachbarn wurde der Ton zur belastenden Zerreißprobe. Der schöne, große Garten, den er zum Grillen extra mit einem überdachten Freisitz ausstatten ließ, wird kaum genutzt, Eric Pemsel schläft im Hobbyraum am anderen Ende des Hauses. Sein Ehebett musste er verlassen. „Ich komme im Schlafzimmer nicht mehr zur Ruhe.“

Die Anwohner wollen sich das nicht gefallen lassen. Seit Monaten beschweren sie sich bei der Bahn. Doch die scheint die Probleme der Anwohner nur begrenzt zu verstehen. „Wir fühlen uns im Stich gelassen, die Bahn tut gar nichts, es passiert einfach nichts", berichtet Ingrid, eine Nachbarin von Pemsel.

Die Anwohner wehren sich

Die Bahn, bei der es ab 2021 eine ersehnte Neuerung geben soll, bestätigte news5 schriftlich, dass der Signalton notwendig sei. Er solle Unfälle an den Bahnübergängen verhindern. Doch wie Pemsel berichtet, sind Unfälle am Bahnübergang in Hohenstadt, anders als an anderen Übergängen, wohl keine drohende Gefahr. „Ich wohne seit 62 Jahren hier, hier ist noch nie etwas passiert."

Daher haben sich die Anwohner nun mit einer Petition an den Bundestag gewandt. Der Signalton soll zumindest etwas leiser gestellt werden, fordern sie. Damit er Hohenstadt nicht weiterhin unter der Dauer-Beschallung leidet. 4000 Mal am Tag, mit knapp 86 Dezibel, ab halb fünf Uhr morgens.

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