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Nicht nur die Dämmerung soll saniert werden.

390 Wohnungen in Nürnberg betroffen

Brandgefahr: Nürnberger Hochhäuser müssen umgebaut werden

Die Bilder vom Brand im Grenfell Tower in London waren schockierend. Seitdem wurden in vielen Städten Hochhäuser auf Brandschutz geprüft. Auch in Bayern.

Nürnberg - Aus Brandschutzgründen muss an fünf Hochhäusern in Nürnberg die Dämmung der Fassaden entfernt werden. Wie der Hausverwalter Vonovia Immobilien Treuhand (VIT) mitteilte, sind in den Fassaden brennbare Materialien wie Styropor und Hartfaserplatten verbaut. Betroffen sind insgesamt 390 Wohnungen. Bis zum 20. Dezember müssen die Fassaden der Gebäude entfernt sein, so verlangt es die Bauordnungsbehörde der Stadt Nürnberg. Die Bauarbeiten sollen am Montag beginnen, die Bewohner müssen ihr Zuhause dafür allerdings nicht verlassen.

Die VIT hat zusätzlich nach eigenen Angaben einen Sicherheitsdienst engagiert, der mit zwei Mitarbeitern rund um die Uhr vor Ort ist. Außerdem würden in allen Allgemeinbereichen Rauchmelder angebracht. Dem Mutterkonzern der VIT, Vonovia, gehören 46 der betroffenen Wohnungen, der Rest ist in privater Hand. „Nürnberger Nachrichten“ und „Nürnberger Zeitung“ hatten zuerst über die Maßnahmen berichtet. Nach dem schweren Brand des Londoner Grenfell Tower mit 72 Toten im vergangenen Jahr wurden in vielen Städten Hochhäuser auf Brandschutz überprüft.

In Nürnberg gibt es laut Feuerwehr etwa 120 Hochhäuser. Deren Eigentümer will die Bauordnungsbehörde der Stadt nun noch einmal darauf hinweisen, dass in den Fassaden keine brennbaren Materialien verbaut sein dürfen. Laut Dienststellenleiter Gerhard Steinmann sei es denkbar, dass in anderen Hochhäusern, die zu selben Zeit gedämmt wurden, ähnliche Materialien verwendet wurden.

dpa

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