Streiks in Nürnberg

Marktkauf-Mitarbeiter legen Arbeit nieder

Nürnberg - Mehrere hundert Supermarkt- und Kaufhausmitarbeiter haben in Bayern für mehr Lohn gestreikt. Einige wollen auch am Samstag für ihre Forderungen auf die Straße gehen.

Im Tarifstreit um höhere Löhne und Gehälter im bayerischen Einzelhandel sind am Freitag mehrere hundert Supermarkt- und Kaufhausmitarbeiter in den Streik getreten. Neben Beschäftigten der Kette Marktkauf hätten auch Mitarbeiter im Großostheimer Zentrallager des Textilhändlers H&M die Arbeit niedergelegt, berichtete Verdi. Zum Streik aufgerufen hatte die Gewerkschaft außerdem H&M-Beschäftigte in Augsburg.

In Nürnberg hatten knapp 200 der mehr als 300 Mitarbeiter der Supermarktkette Marktkauf für mehr Geld gestreikt. Bei einer Kundgebung vor einer Filiale im Nürnberger Stadtteil Mögeldorf protestierten Beschäftigte außerdem gegen Einschnitte bei Nacht- und Spätzuschlagen, die die Arbeitgeberseite bei den Tarifverhandlungen gefordert hatte. Auf Spruchtafeln hieß es auch: „Keine Öffnung und Flexibilisierung der Arbeitszeiten“. Die Marktkauf-Mitarbeiter wollen ihre Aktionen an diesem Samstag fortsetzen, berichtete Verdi-Sekretär Manfred Wages.

Die Tarifverhandlungen für die rund 335 000 Beschäftigten der Branche waren Mitte September auch in der vierten Verhandlungsrunde ohne Einigung geblieben. Die Arbeitgeber boten von August 2013 an 2,5 Prozent und von Mai kommenden Jahres an 1,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, verlangen aber zugleich Abstriche beim Manteltarif. Die Gewerkschaft fordert hingegen 6,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. Die von den Arbeitgebern in die Diskussion gebrachten Kürzungen bei den Zuschlägen hält die Gewerkschaft für nicht akzeptabel. Auch gegen flexiblere Arbeitszeiten wehrt sie sich.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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