Nürnberg plant Kapitalspritze für kriselnden Flughafen

Nürnberg - Die Stadt Nürnberg will mit Bürgschaften und einer millionenschweren Kapitalspritze ihren Flughafen aus der Krise führen.

 Die unter hohen Verlusten und Schulden leidende Flughafen GmbH müsse wieder auf den Wachstumspfad zurückfinden, sagte Stadtkämmerer Harald Riedel (SPD) bei einer Stadtratssitzung am Mittwochabend. Die Weichen sollen dafür bereits nach der Sommerpause gestellt werden, erläuterte Riedel auf eine entsprechenden Anfrage der Grünen. Nach seinen Angaben leidet der Flughafen seit Jahren unter eine wirtschaftlichen “Durststrecke“, die das Eigenkapital immer mehr aufzehre.

Geplant seien neben einer Kapitalerhöhung auch Bürgschaften der Stadt für Bankkredite. Die Eigenkapitalquote habe im Jahr 2010 nur noch bei 24,1 Prozent gelegen - üblich seien in der Branche Eigenkapitalquoten von 40 bis 50 Prozent. Der Schuldenberg summiere sich inzwischen auf 143,3 Millionen Euro, die Banken kassierten dafür jährlich rund acht Millionen Euro Zinsen, berichtete Riedel.

Der Flughafen hatte in den vergangenen Jahren Millionenbeträge in seinen Ausbau gesteckt. Auch der scheidende Wirtschaftsreferent Roland Fleck (CSU) sprach von einer “wirtschaftlich schwierigen Situation“ des Airports. Der Flughafen leide unter seiner Lage zwischen den großen internationalen Luftdrehkreuzen Frankfurt und München.

dpa

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