Sohn (45) sollte ausziehen - da stach er auf seine Mutter ein

Nürnberg - Er wollte nicht aus der Wohnung ausziehen, deshalb soll ein 45-Jähriger auf seine Mutter eingestochen haben. Am Donnerstag beginnt in Nürnberg die Gerichtsverhaldung.

Weil er nicht aus der Wohnung ausziehen wollte, soll ein 45-jähriger Mann mit einem Kampfmesser auf seine Mutter eingestochen haben. Er muss sich deshalb von Donnerstag an wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten. Der Mann aus Winkelhaid (Landkreis Nürnberger Land) hatte am 12. September 2009 nachts laut Musik gehörte.

Kurz vor Mitternacht beschwerten sich seine Mutter und sein Stiefvater - es war nicht der erste Streit in der Familie. Im Laufe der Auseinandersetzung drohten die Eltern dem mutmaßlichen Täter damit, ihn aus der Wohnung im gemeinsam genutzten Haus zu werfen.

Während die Eltern auf der Terrasse eine Zigarette rauchten, holte der 45-Jährige laut Anklage aus seiner Wohnung im ersten Stock ein Kampfmesser. Er kehrte ins Erdgeschoss zurück und stach im Wohnzimmer auf seine Mutter ein. Sie erlitt lebensgefährliche Verletzungen am Oberkörper.

Anschließend attackierte der Angreifer auf der Terrasse seinen Stiefvater, der den 45-Jährigen aber mit einem Besenstiel abwehren konnte. Nachdem Hilferufe einen Nachbarn herbeigerufen hatten, flüchtete der Sohn. Er wurde kurz darauf im Garten festgenommen. Für den Prozess sind drei Verhandlungstage angesetzt. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann mindestens zwei Jahre Haft.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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