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Der Polizeieinsatz gegen Berufsschüler in Nürnberg löste eine Welle der Empörung aus. 

Tumulte vor Berufsschule

Umstrittener Abschiebeversuch: Das sagt das Innenministerium 

Als ein Afghane im Mai in Nürnberg abgeschoben werden sollte, eskalierte die Situation. Nun äußert sich das Innenministerium erneut zum umstrittenen Polizeieinsatz. 

Von Schülern initiierte Demonstrationen vor einer Berufsschule führten im Mai zu einem Polizeieinsatz, der eine Welle von Kritik auslöste. Als Polizeibeamte einen 20-jährigen Afghanen, der noch am selben Tag abgeschoben werden sollte, von seiner Berufsschule abholen wollten, kam es zu Tumulten zwischen Demonstranten und der Polizei. Nun äußert sich das bayerische Innenministerium zu dem umstrittenen Polizeieinsatz.

„Es waren keine Kollegen der Polizei in irgendwelchen Klassenzimmern“

Der Inspekteur der bayerischen Polizei, Thomas Hampel, rechtfertigte den Eisatz im Landtags-Innenausschusses. Die Ingewahrsamnahme des jungen Mannes habe während der Schulzeit stattfinden müssen, da die Abschiebung bereits für den Abend geplant gewesen sei, sagte Hampel. Der Schüler sei aber vom stellvertretenden Schulleiter aus dem Klassenraum geholt worden. „Es waren keine Kollegen der Polizei in irgendwelchen Klassenzimmern.“ Der Polizeiinspekteur betonte zudem, es bleibe für die Polizei dabei, „dass Abschiebungen aus Schulen die absolute Ausnahme sind und auch bleiben sollen“.

Von seiten der Kritiker war der Polizei unter anderem Gewalt gegen die Demonstranten vorgeworfen worden. Hierzu betonte Hampel, die Gewalt sei an dem Morgen eindeutig von Mitgliedern der linksautonomen Szene ausgegangen. Unter den bislang identifizierten Tätern befinde sich kein Schüler der betroffenen Berufsschule oder einer sonstigen Nürnberger Berufsschule.

Schüler und später hinzugekommene Linksautonome hatten die geplante Abschiebung des Afghanen mit einer Sitzblockade und einer spontanen Demonstration verhindern wollen. Bei den darauffolgenden Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten wurden mehrere Polizisten verletzt.

dpa/laf

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