Vier Jahre Jugendknast für Volksfest-Messerstecher

Nürnberg - Er hatte sich von einem Freund drangsaliert gefühlt, deshalb zückte er ein Messer und stach zu: Wegen dieser Attacke auf einem Volksfest hat das Landgericht einen 19-Jährigen verurteilt.

Der Jugendrichter wertete die Tat nach vier Prozesstagen ebenso wie die Staatsanwaltschaft als versuchten Totschlag. Die Tiefe der Stichwunde zeige, mit welcher Wucht er seinem Bekannten auf der Kirchweih im Nürnberger Ortsteil Katzwang sein Messer in den Bauch gestoßen habe.

Dass der 19-Jährige seinen gleichaltrigen Kumpel umbringen wollte, hält der Richter allerdings für unwahrscheinlich. Fest stehe aber: “Wer anderen ein Messer in den Bauch rammt, nimmt dessen Tod zumindest billigend in Kauf“, sagte der Vorsitzende der Jugendkammer.

Der 19 Jahre alte arbeitslose Angeklagte hatte im August 2011 auf der Kirchweih seinen um zwei Köpfe größeren Bekannten getroffen. In betrunkenem Zustand habe dieser plötzlich angefangen, ihn herumzuschubsen und in anderer Weise zu drangsalieren, berichtete der bereits vorbestrafte 19-Jährige vor Gericht - er habe sich dadurch körperlich bedroht gefühlt und daher zum Messer gegriffen.

dpa

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