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Nach 2G-Einführung in Hörsaal: Groß-Demo zieht durch Innenstadt - „Ausgrenzung ungeimpfter Studenten“

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Uni Erlangen 2G
In der Uni Erlangen wurde für Studenten 2G eingeführt. Nun gipfelten die Proteste in einer Demonstration. ©  Daniel Karmann/dpa

Am 20. November haben etwa 1.000 Menschen in Erlangen gegen die 2G-Regel an der FAU demonstriert. Initiator war die Bewegung „Studenten stehen auf“.

Nürnberg – Am Samstag (20. November) fand in Erlangen eine Demo gegen die geltende 2G-Regel an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) statt. Etwa 800 bis 1.000 Demonstrierende zogen durch Teile der Innenstadt. Start war nachmittags an der Lewin-Poeschke-Anlage, die Abschlusskundgebung wurde im Röthelheimpark abgehalten.

Dazu aufgerufen hatte die Bewegung „Studenten stehen auf“, berichtet infranken.de. Sie sieht sich selbst als „dezentrales Netzwerk von jungen Menschen, die den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit der Pandemie, allem voran die Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung des Virus, kritisch hinterfragen“. 

Nürnberg: Einführung der 2G-Regel löste Shitstorm aus

Die FAU hatte als erste Hochschule in Deutschland die 2G-Regel in ihren Hörsälen eingeführt. Dort haben derzeit nur geimpfte und genesene Studierende Zutritt. Die Entscheidung brachte Impfgegner auf die Barrikaden, deren Wut sich nicht zuletzt in den sozialen Medien entlud.

Nürnberg: „Studenten stehen auf“ kritisiert „Ausgrenzung“

Die Einführung der 2G-Regel sei der Auslöser dafür gewesen, gegen die „Ausgrenzung ungeimpfter Studenten“ auf die Straße zu gehen, erklärt eine Sprecherin von „Studenten stehen auf“. Sie erwähnt die aktuelle Debatte über eine mögliche Impfpflicht: „Was vor einem Jahr noch als lächerliche Verschwörungstheorie abgetan wurde, ist heute nämlich schon bittere Realität.“ Wer damals auf eine mögliche Impfpflicht hingewiesen hätte, sei nicht ernst genommen worden, beklagt sie. 

Nürnberg: Studierendenvertretung distanziert sich von der Aktion

Die Studierendenvertretung der FAU distanzierte sich indes deutlich von „Studenten stehen auf“. Sie unterstütze die Entscheidung der Uni, wie sie in einer Pressemitteilung schreibt. „Studenten stehen auf“ sei dagegen eine „Gruppierung, die der Querdenken-Bewegung nahesteht und die mutmaßlich nur wenige Mitglieder aus der FAU hat“.

Nürnberg: Unbekannte sprühen Parolen vor Uni-Gebäude 

Am Tag der Demo nahm die Polizei einen Fall von Vandalismus auf, der vermutlich im Zusammenhang mit der Veranstaltung steht. Vor einem Universitätsgebäude in der Cauerstraße sprühten Unbekannte 2G-kritische Parolen auf den Boden. Dazu platzierten sie Grablichter vor dem Eingang. Die Kripo Erlangen bittet Zeugen, die etwas dazu sagen können, unter der Nummer (0911) – 21 12 33 33 anzurufen.

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