Arbeitsmarkt auch nach einem Jahr noch.
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Weniger Arbeitslose und mehr offene Stellen in Bayern. (Archivbild)

Mehr offene Stellen im Freistaat

Trotz Corona-Krise: Arbeitslosigkeit in Bayern geht zurück - aber eine Großstadt bereitet weiter Sorge

  • Tanja Kipke
    VonTanja Kipke
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Der Arbeitsmarkt in Bayern scheint sich von den Folgen der Corona-Krise zu erholen. In einer Stadt liegt die Quote jedoch immer noch weit über dem Durchschnitt.

Nürnberg - Laut den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit* (BA) ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli 2021 weiter zurückgegangen - und das, obwohl es genau in diesem Monat unüblich ist. So sank die Zahl der Arbeitslosen in Bayern im Vergleich zum Vormonat um 6980 auf 249.820. „Die Lage am Arbeitsmarkt verbessert sich weiter“, so der Vorstandsvorsitzende der BA, Detlef Scheele. „Das Wachstum der Beschäftigung hält an. Und die Unternehmen suchen vermehrt nach neuem Personal.“

Arbeitslosigkeit in Bayern: Trotz Corona weniger Arbeitslose und mehr offene Stellen

Insgesamt nahm die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent ab, wie die Regionaldirektion Bayern der BA am Donnerstag in Nürnberg* mitteilte. Das Niveau vor der Corona*-Krise ist damit aber noch nicht erreicht: Im Juli 2019 lag die Arbeitslosenquote noch bei 2,7 Prozent.

„Die Nachholeffekte auf dem Arbeitsmarkt im Freistaat halten erfreulicherweise an“, sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart gegenüber der dpa. Normalerweise steige die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli, weil nach dem Ende des Ausbildungsjahres und des Sommersemesters viele Jüngere noch ohne neuen Job seien. „Dieser Anstieg fiel heuer jedoch geringer aus.“ Gleichzeitig hätten viele Arbeitslose einen neuen Job gefunden.

Seit Beginn der Pandemie ist die Zahl der offenen Stellen nun wieder auf dem hohen Niveau von vor der Corona-Krise angekommen, erklärt Holtzwart. Im Juli seien den Arbeitsagenturen und Jobcentern in Bayern mehr als 34.000 neue Jobs gemeldet worden - ein Plus von fast 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Derzeit seien rund 126.000 Stellen im Freistaat unbesetzt. Das ist über ein Drittel mehr als noch im letzten Juli.

Regional große Unterschiede: Nürnberg weiterhin mit höchster Arbeitslosenquote

„Die Beschäftigung ist den zweiten Monat in Folge im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Kurzarbeitenden weiter“, sagte Holtzwart. Bis zum 25. Juli meldeten Betriebe für rund 7300 Menschen Kurzarbeit* an. Im Juni waren noch rund 12.000 Menschen in Kurzarbeit.

In den Regierungsbezirken und Städten Bayerns gibt es große Unterschiede im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit. Die Oberpfalz verzeichnet mit 2,9 Prozent weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote. Die höchste Quote hat Mittelfranken. Das liegt vor allem daran, weil Nürnberg eine Arbeitslosenquote von 6 Prozent aufweist. Aber auch hier ist sie im Vergleich zum Vormonat um einen Prozentpunkt zurückgegangen. Der Landkreis mit der niedrigsten Arbeitslosenquote ist Eichstätt* mit 1,8 Prozent. (dpa/tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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